Montag, 26. Januar 2026

 Wertschätzung ist nicht nett. Sie ist wirksam.

🌟 MontagsGedanke 149


🔹 Wertschätzung. Immer wieder Wertschätzung. In meinen Coachings höre ich von Führungspersonen oft, wie anspruchsvoll es ist, Mitarbeitenden echte Anerkennung zu geben. Was bei der einen Person wirkt, ist bei der anderen sogar kontraproduktiv. Auch ich merke immer wieder, wie gut mir Wertschätzung tut. Bei mir ist es die inhaltliche Bestätigung, das Anerkennen meiner Fachlichkeit und meiner Verlässlichkeit. Dann fühle ich mich gesehen. Und dann bin ich gern engagiert.

🔬 Wertschätzung wirkt dann, wenn sie als stimmig erlebt wird. Unser Gehirn reagiert sensibel auf Passung. Anerkennung, die nicht zu den eigenen Motiven passt, verpufft oder erzeugt Widerstand. Studien zur Motivation zeigen, dass individuelle Präferenzen entscheidend sind. Lob ist kein Standardprodukt. Es ist Beziehungskommunikation.

💡 Im Coaching klären wir oft zuerst die eigenen Bedürfnisse zur Wertschätzung. Was gibt dir Energie. Woran merkst du, dass deine Leistung gesehen wird. Erst danach wird es möglich, anderen gezielt Anerkennung zu geben. Führung heisst hier nicht, immer das Richtige zu sagen. Führung heisst, neugierig zu bleiben und zuzuhören.

🔥 Der wunde Punkt ist häufig die Annahme, Wertschätzung müsse für alle gleich funktionieren. Das tut sie nicht. Wer den Mut hat, individuell zu würdigen, stärkt Beziehung und Wirkung. Und wer weiss, was ihm selbst guttut, führt klarer und authentischer.

🚀 Frag eine Person in deinem Umfeld, was sich für sie nach Wertschätzung anfühlt. Und beantworte die gleiche Frage für dich selbst. Ein Satz genügt. Du wirst überrascht sein, wie viel Klarheit darin liegt.


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Montag, 19. Januar 2026

 🌟 MontagsGedanke 148

Wenn der Januar die grossen Fragen stellt


✨ Es passiert mir jedes Jahr im Januar. Plötzlich taucht diese grosse Frage auf. Was ist eigentlich mein Zweck. Mein Ziel. Wohin will ich. Diese leise Verzweiflung, die sich breit macht, begleitet von grossen Fragezeichen. Es fühlt sich an, als ob der Jahreswechsel eine Lupe auf den Sinn legt und fragt, ob alles noch stimmt. Und genau dann hilft mir ein Gespräch. Jemand, der zuhört. Jemand, der meine Gedanken mit mir sortiert. Dazu ein warmer Tee und die Nähe meiner Familie. Ein kleines Ritual für eine wiederkehrende Frage, die wohl nie ganz verstummt.

🧠 Die Sinnfrage zeigt sich besonders in Übergangszeiten. Forschende nennen dies reflexive Fenster. Momente, in denen das Gehirn seine Orientierung überprüft. Stress und Ambiguität verstärken diese Suche. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Klarheit und sozialer Rückbindung. Genau deshalb wirken Gespräche, Rituale und körperliche Wärme wie Anker. Sie aktivieren das parasympathische System und helfen, innere Unruhe zu beruhigen. Die Sinnsuche wird dadurch zugänglicher und weniger von Unsicherheit überlagert.

🎯 Im Coaching erlebe ich diese Januarmomente sehr häufig. Menschen kommen mit Fragen, die sie im Alltag verdrängen konnten. Doch im Januar sind sie plötzlich da. Ungeschminkt und laut. Es braucht dann keine grossen Lösungen. Es braucht eine Struktur, die Halt gibt. Und eine Person, die das Chaos im Kopf mitträgt, bis es sich ordnet. Ein kleiner Moment reicht, um wieder Selbstwirksamkeit zu spüren und den Weg zu erkennen, der weiterführt.

🔥 Der wunde Punkt ist oft die Idee, dass Sinn endgültig gefunden werden muss. Als ob ein Leben nur dann richtig sei, wenn es ein fix definiertes Ziel gibt. Doch Sinn ist dynamisch. Er verändert sich mit den Erfahrungen, die wir machen. Wer sich selbst erlaubt, Suchende oder Suchender zu sein, nimmt den Druck weg und öffnet die Tür zu mehr Leichtigkeit. Der wunde Punkt erinnert uns daran, dass Sinn kein Ziel ist, sondern ein Weg.

🎽 Nimm dir diese Woche zehn Minuten Zeit für ein Gespräch. Nicht über Aufgaben und nicht über Pläne. Sondern über das, was dich gerade beschäftigt. Sortiere im Gespräch deine Gedanken. Finde ein kleines reizvolles Momentum. Und gönn dir danach einen warmen Tee. Ein Ritual für den Januar. Ein Ritual für den Sinn.


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Montag, 12. Januar 2026

 Macht, Ohnmacht und die feine Linie dazwischen

🌟 MontagsGedanke Nr. 147


🔹 Das frische Jahr mit Selbstwirksamkeit starten. Die Selbstwirksamkeit ist voller Kraft. Doch sie ist auch zerstörerisch, wenn sie in die falsche Richtung kippt. Konstruktive Selbstwirksamkeit gehört für mich zu den stärksten Antriebsquellen überhaupt. Sie macht mutig, lässt uns gestalten, ermöglicht Entwicklung. Doch die Kehrseite ist real. Wenn Selbstwirksamkeit destruktiv eingesetzt wird, wird sie schnell zu einem Übergriff von Macht. Und wenn sie von aussen beschnitten wird, fühlt es sich ebenfalls wie ein Übergriff an.

🔬 Spannend ist, wie stark Empathie in diesem Gefüge wirkt. Empathie ist der Zugang zu echter, gesunder Macht. Sie verhindert, dass Selbstwirksamkeit zu Dominanz wird. Sie schafft Verbindung und hält uns im Kontakt mit den Menschen, die unsere Entscheidungen betreffen. Gleichzeitig erleben wir alle, wie Ohnmacht die Empathie wegfrisst. Wer sich ohnmächtig fühlt, verliert oft den Blick für die anderen, weil der eigene innere Alarm so laut ist.

💡 Im Coaching taucht dieses Spannungsfeld ständig auf. Führungspersonen, die selbstwirksam handeln wollen und gleichzeitig das Machtgefälle im Blick behalten müssen. Teams, in denen stärkere Persönlichkeiten unbeabsichtigt den Raum anderer verkleinern. Menschen, die ihre Kraft nicht nutzen, weil sie gelernt haben, sich klein zu halten. Es ist ein Balanceakt. Selbstwirksamkeit entfaltet sich nur dann gesund, wenn sie eingebettet ist in Empathie, Reflexion und Respekt.

🔥 Der wunde Punkt: ein Machtgefälle ist die grösste Gefahr für egalitäre Selbstwirksamkeit. Je stärker das Gefälle, desto grösser das Risiko, dass Empathie schrumpft und die Perspektivenvielfalt verschwindet. Und desto schneller fühlen sich die einen übergangen und die anderen unbewusst berechtigt. Dieses Spiel ist subtil, aber enorm wirksam.

🚀 Deine Challenge für diese Woche: Beobachte eine Situation, in der du selbstwirksam handelst. Prüfe zwei Fragen. Erstens: Ist meine Selbstwirksamkeit konstruktiv oder kippt sie in Kontrolle. Zweitens: Haben andere in dieser Situation genauso viel Raum wie ich. Kleine Erkenntnisse in diesen Momenten verändern oft sehr viel.


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Montag, 5. Januar 2026

 Mit Schwung ins neue Jahr

🌟 MontagsGedanke Nr. 146


🔹 Der erste Montag im neuen Jahr hat für mich immer eine besondere Energie. Die Feiertage liegen hinter uns, der Kopf ist klarer, der Körper ist ausgeruht und irgendwo zwischen Vorfreude und Respekt spüre ich dieses leise Kribbeln. Neues Jahr, neue Möglichkeiten. Und ja, vielleicht auch ein paar gute Vorsätze, die schon darauf warten, ausprobiert zu werden.

🔬 Die Forschung zeigt, dass der Jahresanfang eine Art psychologischer Neustart ist. Unser Gehirn liebt klare Übergänge. Sie geben uns das Gefühl, dass Veränderung einfacher möglich ist. Wir greifen mutiger zu neuen Gewohnheiten, wir lassen eher los, was alt geworden ist, und wir sind offener für Experimente. Der Moment hat Schwung. Wir müssen ihn nur nutzen.

💡 Im Coaching sehe ich jedes Jahr denselben Zauber: Menschen starten frisch, motiviert und mit dem Wunsch, etwas bewusster anzugehen. Nicht radikal anders, sondern ein Stück klarer, fokussierter oder mutiger. Es sind selten die grossen Vorsätze, die etwas verändern. Es sind kleine, beständige Schritte, getragen von einer Portion Freude und einer Prise Neugier.

🔥 Der wunde Punkt: Zu viel Druck killt jede Motivation. Wer glaubt, am ersten Januar ein neuer Mensch werden zu müssen, verliert schnell die Lust. Die Kunst liegt darin, sich Ziele zu setzen, die Freude machen und Energie geben.

🚀 Deine Challenge für diese Woche: Wähle einen Vorsatz, der dich nicht stresst, sondern lächeln lässt. Etwas, das dich stärkt, gut tut oder inspiriert. Und dann mach den ersten kleinen Schritt.

✨ Auf ein Jahr mit Schwung, Klarheit und vielen Momenten, die dich weiterbringen. Schön starten wir gemeinsam wieder in den Montag.


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