Montag, 8. Juni 2026

 Gelassenheit lässt sich nicht erzwingen. Aber sie lässt sich zulassen.

🌟 MontagsGedanke 168


🔹 Einer der häufigsten Wünsche im Leadership Coaching ist Gelassenheit. Verständlich. Gelassenheit schont die Nerven, bringt Ruhe ins System und lässt die Welt etwas weniger hektisch wirken. Viele suchen nach Strategien, um ruhiger zu werden. Mehr Kontrolle, bessere Planung, klarere Entscheidungen. Und dann tauchte letzte Woche ein überraschend einfacher Schlüssel auf: zulassen.

Zulassen, dass etwas gerade so ist, wie es ist. Ohne sofort einzugreifen. Ohne es wegzudrücken. Ohne es lösen zu müssen.

🔬 Gelassenheit entsteht selten durch mehr Kontrolle. Im Gegenteil. Je stärker wir versuchen, unangenehme Gedanken oder Gefühle zu vermeiden, desto präsenter werden sie. Wer hingegen zulässt, schafft Raum. Raum, in dem sich Dinge bewegen dürfen. Raum, in dem sich Spannung auch wieder abbauen kann.

Das bedeutet nicht, alles gut zu finden. Es bedeutet, einen Moment lang nicht dagegen anzukämpfen. Und genau darin liegt oft die Entlastung.

💡 Im Coaching zeigt sich immer wieder: Wer lernt, Situationen, Gedanken oder Emotionen bewusst zuzulassen, gewinnt Handlungsspielraum. Statt reflexhaft zu reagieren, entsteht eine kleine Pause. Und in dieser Pause liegt die Möglichkeit, bewusst zu entscheiden.

Gelassenheit ist damit kein Zustand, den man erreicht. Sie ist eine Folge davon, wie wir mit dem umgehen, was gerade da ist.

🔥 Wunderpunkt als Sparringpartner
Der wunde Punkt liegt im Wunsch, alles im Griff zu haben. Doch Gelassenheit beginnt genau dort, wo wir das kurz loslassen.

🚀 Wochenchallenge
Beobachte diese Woche eine Situation, die dich stresst. Und statt sofort zu reagieren, probiere etwas anderes: Lass sie für einen Moment einfach zu. Ohne Bewertung. Ohne Lösung. Und schau, was passiert.

Manchmal liegt die grösste Ruhe genau darin.


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Wunderpunkt Martin Wolfer

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