🐌 Langsam ist das neue Schnell
🌟 MontagsGedanke Nr. 141
🔹 Neulich habe ich gemerkt, wie sehr wir uns selbst hetzen. Im Gespräch mit einer Klientin fiel mir auf, dass sie schon beim Erzählen ihrer Aufgaben ausser Atem war. Dabei sass sie ganz ruhig auf einem Stuhl. Ihr Kopf war im Sprint, ihr Körper im Stillstand. Und ich dachte: vielleicht ist genau das unser Problem. Wir rennen innerlich, auch wenn es äusserlich gar keinen Grund dazu gibt.
🔬 Wer bewusst entschleunigt, trifft bessere Entscheidungen, ist kreativer und bleibt gesünder. Das Gehirn verarbeitet Informationen nachhaltiger, wenn es nicht permanent im Alarmmodus läuft. Langsamkeit ist also kein Defizit, sondern eine Ressource. Sie schenkt Klarheit, Fokus und Tiefe.
💡 Im Coaching lade ich oft dazu ein, einmal bewusst langsamer zu werden. Nicht alles sofort beantworten. Nicht jede Mail direkt verschicken. Nicht gleich die schnelle Lösung wählen. Und vor allem, nicht jedes Problem gleich selber lösen wollen. In dieser Langsamkeit entsteht Raum für neue Perspektiven. Paradoxerweise führt gerade das zum echten Vorankommen.
🔥 Der wunde Punkt: Langsamkeit fühlt sich in einer Welt, die Schnelligkeit feiert, fast wie ein Fehler an. Wer langsamer reagiert, läuft Gefahr, als schwach, träge oder ineffizient wahrgenommen zu werden. Doch genau hier liegt die Stärke: das Aushalten, nicht sofort liefern zu müssen, und das Vertrauen, dass Tiefe mehr Wert hat als Tempo.
🚀 Deine Challenge für diese Woche: Mach etwas bewusst langsamer, als du es normalerweise tun würdest. Lies eine Mail zweimal, bevor du antwortest. Geh eine Strecke zu Fuss, statt sie schnell mit dem Tram zu fahren. Oder iss dein Mittagessen ohne Handy nebenbei. Spür, was sich verändert.
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