đ MontagsGedanke 148
Wenn der Januar die grossen Fragen stellt
✨ Es passiert mir jedes Jahr im Januar. Plötzlich taucht diese grosse Frage auf. Was ist eigentlich mein Zweck. Mein Ziel. Wohin will ich. Diese leise Verzweiflung, die sich breit macht, begleitet von grossen Fragezeichen. Es fĂŒhlt sich an, als ob der Jahreswechsel eine Lupe auf den Sinn legt und fragt, ob alles noch stimmt. Und genau dann hilft mir ein GesprĂ€ch. Jemand, der zuhört. Jemand, der meine Gedanken mit mir sortiert. Dazu ein warmer Tee und die NĂ€he meiner Familie. Ein kleines Ritual fĂŒr eine wiederkehrende Frage, die wohl nie ganz verstummt.
đ§ Die Sinnfrage zeigt sich besonders in Ăbergangszeiten. Forschende nennen dies reflexive Fenster. Momente, in denen das Gehirn seine Orientierung ĂŒberprĂŒft. Stress und AmbiguitĂ€t verstĂ€rken diese Suche. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Klarheit und sozialer RĂŒckbindung. Genau deshalb wirken GesprĂ€che, Rituale und körperliche WĂ€rme wie Anker. Sie aktivieren das parasympathische System und helfen, innere Unruhe zu beruhigen. Die Sinnsuche wird dadurch zugĂ€nglicher und weniger von Unsicherheit ĂŒberlagert.
đŻ Im Coaching erlebe ich diese Januarmomente sehr hĂ€ufig. Menschen kommen mit Fragen, die sie im Alltag verdrĂ€ngen konnten. Doch im Januar sind sie plötzlich da. Ungeschminkt und laut. Es braucht dann keine grossen Lösungen. Es braucht eine Struktur, die Halt gibt. Und eine Person, die das Chaos im Kopf mittrĂ€gt, bis es sich ordnet. Ein kleiner Moment reicht, um wieder Selbstwirksamkeit zu spĂŒren und den Weg zu erkennen, der weiterfĂŒhrt.
đ„ Der wunde Punkt ist oft die Idee, dass Sinn endgĂŒltig gefunden werden muss. Als ob ein Leben nur dann richtig sei, wenn es ein fix definiertes Ziel gibt. Doch Sinn ist dynamisch. Er verĂ€ndert sich mit den Erfahrungen, die wir machen. Wer sich selbst erlaubt, Suchende oder Suchender zu sein, nimmt den Druck weg und öffnet die TĂŒr zu mehr Leichtigkeit. Der wunde Punkt erinnert uns daran, dass Sinn kein Ziel ist, sondern ein Weg.
đœ Nimm dir diese Woche zehn Minuten Zeit fĂŒr ein GesprĂ€ch. Nicht ĂŒber Aufgaben und nicht ĂŒber PlĂ€ne. Sondern ĂŒber das, was dich gerade beschĂ€ftigt. Sortiere im GesprĂ€ch deine Gedanken. Finde ein kleines reizvolles Momentum. Und gönn dir danach einen warmen Tee. Ein Ritual fĂŒr den Januar. Ein Ritual fĂŒr den Sinn.
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