Donnerstag, 28. April 2022

Bewegung bringt Veränderung

 Heute hat mir eine Klientin geschrieben: „ich habe schon einige Punkte umsetzen können und staune jeden Tag, was alles in Bewegung kommt und bin sehr gespannt auf das nächste Coaching.“ (F.S.) Das freut mich natürlich. Und es ist ein schönes Bild, dass nur schon durch eine andere innere Einstellung ganz Vieles an Veränderung möglich ist. Denn vor dem ersten Coaching schätze die Person die Situation als hoffnungslos ein. Jetzt heisst es dranbleiben und weitere Schritte gehen.


@wunderpunkt

#coaching #leadership #selbstführung #businesscoaching #potential #agilität #startup #innovation


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Mittwoch, 20. April 2022

Startup Coaching


Der Begriff „Startup“ wirkt wie ein Zauberspruch, er ist beinahe magisch. Doch dahinter steht viel Arbeit und Veränderung. Neben einer guten Business-Idee, viel Engagement und Mut braucht es auch eine persönliche Entwicklung, um ein Startup erfolgreich zu führen. Diese Entwicklung der Persönlichkeit ist ein zentraler Punkt, bei dem ein Coaching unterstützend wirken kann. In den letzten Jahren habe ich viel mit Inhabern*innen von kleineren KMU's gearbeitet. Das waren Menschen, die mit einer Idee gestartet waren, Erfolg hatten und plötzlich ist die Firma gewachsen. Dann tauchen ganz neue Herausforderungen und Fragestellungen auf (Personalführung, Firmenkultur, Selbstverantwortung, Kontrolle,...). Im Coaching geht es darum, Stärken für die neue Situation zu finden und neues Verhalten zu trainieren. Und vor allem ein Bild für die eigene Rolle zu finden und zu gestalten. Dieser Prozess dauerte immer unterschiedlich lange. Oftmals lassen sich alte Muster nicht so schnell aufweichen (eine Pionier*in kann sich nicht gleich verhalten wie eine Chef*in, welche die Verantwortung für die Firma und seine Mitarbeiter*innen trägt). Im Coaching geht es aber auch darum, persönliche Erfolge sichtbar zu machen, damit Motivation entsteht, an den grösseren Veränderungen zu arbeiten (die blinden Flecken wirken nicht nur im Negativen, sondern auch im Positiven). Von daher arbeite ich oft so, dass ich mit einer intensiveren Session beginne (4-5 Coachings alle zwei bis vier Wochen). Wenn dann erste Gewinne vorhanden sind lohnt es sich, das Coaching noch einige Monate in grösseren Abständen (alle fünf bis sechs Wochen) weiterzuführen, um nicht in die alten Muster zurückzufallen. Trotzdem soll das Wort Startup seine Magie behalten; Coaching ist dabei ein guter Zauberstab.




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Sonntag, 10. April 2022

Der Einfluss der Aussenwelt


Die Firmen-Kultur beeinflusst die Kreativität der Mitarbeitenden, ermöglicht das Entstehen von Ideen und mobilisiert zu Engagement und Veränderung. Als Führungskraft habe ich ein Interesse, dass in meinem Team der Grundsatz „thinking out of the Box“ gilt. Doch ganz aktuell stellt sich nun die Frage, wie stark sich die gesellschaftserschütternden Krisen (Pandemie, Krieg, Klimawandel,…) auf das Denken der Leute auswirkt und dieses negativ beeinflusst (Lähmung und Ohnmacht). Wie kann ich als Führungskraft mein Team noch motivieren und ihm die nötige Sicherheit vermitteln, wenn doch die äusseren Einflussfaktoren so übermächtig erscheinen? Es gibt wohl keine abschliessende Antwort auf diese Frage, doch werden für Führungskräfte eine gestärkte Persönlichkeit, das Wissen über die eigenen Fähigkeiten und die Empathie in Zukunft noch wichtiger werden.



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Freitag, 8. April 2022

PTM - Studio-Aufnahmen im April 2022

So, wir sind mal wieder im Studio. Und das wollen wir natürlich festhalten. Wer weiss, vielleicht gibt es dann auch mal ein Get Back bei PTM...

Freitag, 1. April 2022

Kein Aprilscherz

Der April macht bekanntlich was er will. Doch dieser Gutschein ist bestimmt kein Scherz!

Noch heute ein Coaching bei Wunderpunkt buchen und gratis einen persolog® Quick-Check erhalten!

Online anmelden mit dem Betreff „Kein Aprilscherz“ unter wunderpunkt.business.site


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Mittwoch, 30. März 2022

Mein absoluter Lieblingsberuf

 An meinem Beruf gefällt mir besonders, dass ich Menschen in sehr authentischen Momenten erleben darf. Es sind die Augenblicke im Coaching, wo alle selbstverordneten Konventionen vergessen sind, die Person sich selber in ihrem Kern erkennt und sich neuen Herausforderungen stellt. Das funktioniert, wenn das Vertrauen zwischen Kund*in und Coach uneingeschränkt vorhanden ist. Es ist meine tägliche Aufgabe und mein persönlicher Ehrgeiz, dass ich dieses Fundament des Vertrauens jederzeit sicherstellen kann. Dies gilt im Besonderen dann, wenn ich mein Gegenüber auch mit unangenehmen Punkten konfrontieren muss. Trotzdem gelange ich nach jedem Coaching zur Überzeugung, dass ich den besten Job der Welt habe.




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Montag, 21. März 2022

Erfolgreiches Startup

 Welche Zutaten braucht es für ein erfolgreiches Startup? Zuerst braucht es die gute Idee. Die zweite Eigenschaft ist der Mut, einen neuen Weg zu gehen. Doch erfolgreiche Innovation ist immer auch eine Teamleistung. Deshalb kommt schon sehr schnell neben dem Pioniergeist auch Leadership ins Spiel. Dazu braucht es die Fähigkeit zu kommunizieren, Vertrauen zu schenken und über eine wertschätzende Haltung zu motivieren. Das Führungscoaching hilft, diese Fähigkeiten zu stärken und im Alltag anzuwenden.



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Donnerstag, 10. März 2022

Mein Versprechen

 Mein Versprechen


Meinen Kund*innen verspreche ich drei Dinge. Dies obwohl ich keine gute Fee bin, aber das ist eine andere Geschichte. 

Erstens verspreche ich Wertschätzung, Wohlwollen und Empathie von meiner Seite. Dieses Versprechen versuche ich durch meine Einstellung zum Ausdruck zu bringen.

Das zweite Versprechen lautet, dass ich meine Kund*in nicht schonen werde. Das mag brutal klingen, aber nur wenn ich die blinden Flecken und die unangenehmen Punkte zur Sprache bringe, wird Veränderung erst möglich.

Schliesslich das dritte und letzte Versprechen. Als Coach habe ich die Verantwortung, auch mir selber gegenüber kritisch zu bleiben. Dazu gehört es auch, mein eigenes Handeln zu hinterfragen und zu reflektieren.

In der Kombination dieser drei Versprechen liegt der Erfolg eines effektiven Coachings. Denn Wunderpunkt ist Coaching auf den Punkt.


#coaching #leadership #selbstführung #businesscoaching #potential #dauerbrenner #agilität


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Dienstag, 8. März 2022

Einsamkeit

Heute Morgen sass ich einsam am Küchentisch. Meine Kinder hatten Schulfrei und deshalb lagen sie noch im Bett. Diese Einsamkeit fühlte sich wunderbar an. Ich genoss den Moment für mich alleine. Doch Einsamkeit fühlt sich nur wohl an, wenn man nicht alleine ist. Mit diesem Gefühl trank ich meinen Tee, fühlte mich wohl. Und machte mir gleichzeitig unendliche Sorgen über die Lage der Welt. So komplex sind Gefühle. Und so verrückt ist unsere Welt.

Es bleibt einzig die Hoffnung.

Hoffen auf ein Wunder!

 Der wunde Punkt unserer Welt ist getroffen; bekennt Farbe; hofft auf ein WUNDER.


#friede #peace #freiheit #solidarität #solidarity





Dienstag, 1. März 2022

Gutschein Frühlingserwachen

 Frühlingserwachen!


Im März erwacht der Frühling. Es gibt keine bessere Zeit, um Veränderungen anzupacken.

Noch heute ein Coaching bei Wunderpunkt starten und für den ersten Termin einen bunten Blumenstrauss erhalten!

Anmeldung mit dem Betreff „Frühlingserwachen“ unter wunderpunkt.business.site



#coaching #leadership #selbstführung #businesscoaching #potential #dauerbrenner #agilität #veränderung




Freitag, 18. Februar 2022

Coaching in agilen Strukturen

 In agilen Strukturen arbeiten die Leute immer wieder in neuen Konstellationen. Die Zusammenarbeit gelingt nicht mit allen Menschen gleich gut. Das individuelle Coaching bietet eine ideale Reflexionsplattform, um Schwierigkeiten zu beleuchten, die eigenen Anteile darin zu erkennen und blinde Flecken zu entdecken. Mit neuen Handlungsoptionen im Rucksack lassen sich viele Differenzen aus der Welt zu schaffen.


#coaching #leadership #selbstführung #businesscoaching #potential #dauerbrenner #agilität


Mittwoch, 9. Februar 2022

So geht Coaching...

 So geht Coaching…


Massgeblich bestimmt wird der Erfolg von Coaching-Situationen durch die personenzentrierte Haltung des Coach gegenüber der zu coachenden Person. Ein zentrales Element der personenzentrierten Haltung ist die Empathie. Mit Empathie wird das einfühlsame Verstehen von Problemen, Bedeutungen, Gedanken, Wünschen und Bewertungen des Gegenübers verstanden. Ebenso aber auch die Fähigkeit, das Verständnis gegenüber den Ratsuchenden zu kommunizieren. Als Wertschätzung wird das anerkennende und bedingungslos positive Herantreten an eine Person mit ihren Schwierigkeiten und Eigenheiten bezeichnet. Mit Kongruenz, dem dritten Begriff, ist die Fähigkeit gemeint, in der Coachingsituation authentisch und echt auftreten zu können. Dies wird dann erfüllt, wenn eine permanente kritische Reflexion eigener Vorurteile sowie situativ entstehender Gedanken und Gefühle, einschliesslich deren Benennung (falls dies für den Beratungsprozess von Relevanz ist) passiert. 

Das dialogzentrierte Vorgehen im Coachinggespräch ermöglicht es, durch die Analyse der Ausgangslage und durch die Bestimmung der persönlichen und beruflichen Ziele, in einen Veränderungsprozess einzusteigen.


#coaching #leadership #selbstführung #executivecoaching #businesscoaching #potential #dauerbrenner




Montag, 7. Februar 2022

Eine neue Insel

Mein Tochter Sofia hat mir am Wochenende ein Bild gemalt. Sie meinte dazu, dass dies die Insel für mein neues Geschäft sei. Die Sonne geht schon auf und das Meer strahlt tiefblau. Da kann ich wohl zuversichtlich in die Zukunft blicken. Vielen Dank Sofia!

Dienstag, 1. Februar 2022

Schnee von gestern!

 Schnee von gestern

Der kalte Februar lockt mit verschneiten Pisten in den sonnigen Bergen. Die richtige Zeit, um in einem Coaching den Schnee von Gestern aus der Welt zu räumen. Noch heute einen ersten Termin bei Wunderpunkt buchen und nur die Hälfte bezahlen!

Schicke eine Email mit dem Betreff „Schnee“ an: martin.wolfer@me.com


#coaching #leadership #selbstführung #executivecoaching #businesscoaching #potential #dauerbrenner

Donnerstag, 27. Januar 2022

Herausforderungen im Alltag

 Im Coaching mit Personen in Führungsfunktionen begegnen mir immer wieder ähnliche Fragestellungen. In einer ungeordneten Sammlung habe ich diese Themen zusammengefasst. Entstanden sind neun Dauerbrenner-Themen, die Führungskräfte beschäftigen.


1. Abmachungen

Nicht eingehaltene Abmachungen, verpasste Termine und mangelnde Verbindlichkeit sind die Regel. Für jede Situation steht eine Ausrede bereit. Die Prioritäten der anderen sind nicht nachvollziehbar und schüren Misstrauen.

Volksmund: Alles faule Ausreden!


2. Hierarchie

Wenn es stressig oder unangenehm wird, werden die Themen nicht angegangen und gelöst. Verantwortungen werden nach oben oder an andere Stellen abgeschoben. Der Ruf nach klareren Zuständigkeiten wird laut.

Volksmund: Schuld ist immer ein anderer!


3. Haltung

Dinge die gelöst werden sollten werden in Grundsatzdiskussionen zerredet. So findet wenig Fortschritt und Entwicklung statt und es wird immer wieder über Gleiches gesprochen. „Alle wollen immer alles wissen“; diese Haltung erschwert den Perspektivenwechsel.

Volksmund: Wir drehen uns im Kreis!


4. Beiträge

Die unterschiedlichen Arbeitsstile werden vorschnell und undifferenziert beurteilt. Bei der Aufgabenverteilung wird diskret weggeschaut und über die eigene Belastung gejammert.

Volksmund: Die anderen sind alles faule Säcke!


5. Motivation

Theoretisch wissen alle, was gemacht werden müsste. Es erfolgen jedoch keine konkreten Schritte. Wird die Diskussion über die unterschiedlichen Motivationen nicht zugelassen, kann das Engagement im Widerstand enden.

Volksmund: Willst du bei anderen Feuer entfachen, brenne zuerst selbst!


6. Kommunikation

Meetings und Besprechungen sind der vermeintliche Gradmesser von Qualität und Transparenz. Themen werden mehrheitlich formell besprochen. Unausgesprochene Erwartungen behindern einen effizienten Austausch.

Volksmund: Alles wird traktandiert!


7. Veränderung

Immer wieder neue Anforderungen prägen den Alltag. Beschlüsse haben wenig Bestand und was gestern funktionierte, ändert sich heute bereits schon wieder.

Volksmund: Heute so, Morgen anders!


8. Wertschätzung

Wertschätzung geht schnell vergessen oder ist nicht zielführend. Fehlt diese, nehmen Gefühle von mangelnder Anerkennung zu. Alle fühlen sich ausgenutzt und schreien nach Wertschätzung.

Volksmund: Niemand sagt Danke!


9. Selbstführung

Die Sicht der Realität kann unterschiedlich sein. Das gegenseitige Interesse steht nicht im Vordergrund. Dadurch ist das Handeln des Gegenübers oft nicht nachvollziehbar. Unterschiedliche Fähigkeiten werden weder genutzt noch hinterfragt.

Volksmund: Wer nichts für andere tut, tut nichts für sich selbst!


Kommt Ihnen der eine oder andere Punkt bekannt vor. Haben Sie in Ihrem Alltag auch schon an einem solchen Stolperstein den grossen Zeh gestossen? Dann ist es vielleicht Zeit, in einem Coaching einen solchen Energiefresser loszuwerden…


#coaching #leadership #selbstführung #executivecoaching #businesscoaching #potential #dauerbrenner




Dienstag, 29. Juni 2021

 Die Welt hat sich verändert; sie steht Kopf. Die durch die Pandemie ausgelösten Veränderungen finden auf drei sich gegenseitig beeinflussenden Ebenen statt:

• Denkhaltung

• Verhalten

• Methoden

Also müssen auch die Antworten auf diesen 3 Ebenen erfolgen:

• Die Denkhaltung wird flexibler. Der Fokus liegt nicht mehr auf einer möglichen Option A, sondern auf einer Option B mit möglichst geringen Nachteilen.

• Das Verhalten wird dynamischer. Gefordert sind schnelle Reaktionen im Hier und Jetzt und das einbeziehen von eignen und fremden Fähigkeiten

• Die Methoden werden variabler. Es bleibt keine Zeit, alles auf Tausend und zurück zu überprüfen und zu testen. Dazu braucht es Mut, Neues auszuprobieren und den Optimismus zu stärken.


#innovation #leadership #change #coaching

Mittwoch, 20. Mai 2020

Technik



Schon erstaunlich, wie oft gewisse Dinge in der IT nicht funktionieren. Aber noch viel erstaunlicher ist, welche Gelassenheit ich diesbezüglich erlangt habe!

Dienstag, 19. Mai 2020

zurück in den Alltag




Haben wir tatsächlich schon wieder Land in Sicht? Ist das Gröbste überstanden? Es fühlt sich schon wieder nach Alltag an, die Dinge nehmen ihren Lauf, die Agenda füllt sich, das Leben nimmt Schwung auf. Und faszinierend, auch die Erinnerungen an die letzten Wochen beginnen sich bereits mit einer leichten Patina zu überziehen.

Montag, 18. Mai 2020

Jubiläum



Jubiläum! Dies ist Eintrag Nummer 50 in meinem Corona-Blog-Tagebuch. 50 Gedanken in dieser kuriosen Zeit. Und ich wünsche mir, dass es kein hunderter Jubiläum braucht. Denn eigentlich geht es ja vor allem um eine wichtige Botschaft: bliibed xund!

Freitag, 15. Mai 2020

Nebel


Heute gibt es einfach nur ein schönes Bild von gestern Nachmittag.

Donnerstag, 14. Mai 2020

Neue Homepage


Die Zeit genutzt und während dem #Lockdown eine neue Homepage für Land in Sicht GmbH erstellt. Heute Morgen freigeschaltet. Bin gespannt auf eure Reaktionen.
www.landinsicht.ch

Mittwoch, 13. Mai 2020

Ritual



Mittwoch Morgen am 13. Mai, nach genau acht Wochen der erste #Espresso im Büro. Unglaublich, wie ein kleines #Ritual eine riesige Bedeutung haben kann.

Dienstag, 12. Mai 2020

Alltag hat die Menschen zurück

Es war ein ungewohntes Bild. Als ich gestern mit dem Fahrrad in #Zürich unterwegs war, bewegten sich plötzlich wieder Menschen durch die Strassen, Autos standen in Kolonnen und der Blick in einen vorbeifahrenden Trolleybus bestätigte, dass da wieder viele Passagiere drin sassen. Der #Alltag hat die Menschen zurück.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Ameisen und Regenwürmer

Man stelle sich zwei Ameisen vor. Die eine ist gross, schwarz mit dicken Haaren an den Beinen. Die zweite ist eine eher zierliche kleine Ameise. Sie spricht mit einer hohen Stimme, blinzelt schüchtern hinter den dezent geschminkten Augenbrauen hervor. Diese beiden Ameisen also, habe man sich vorzustellen. Nur, wie stelle ich mir eine Ameise vor mit Haaren an den Beinen? Am einfachsten ist es, wenn ich mit den Haaren beginne. Dann setzte ich eine Ameise dahinter und schon ist die Vorstellung komplett. Auch das Blinzeln und das Schminken fällt viel leichter, wenn ich die Ameise erst danach zeichne. So, jetzt stehen sie also da, die beiden Ameisen, tauschen Nettigkeiten aus und verabreden sich zu einem Nachtessen. Und warum gerade Ameisen? Weil ich mir einen Regenwurm mit behaarten Beinen schlicht und einfach nicht vorstellen kann.

Dienstag, 23. Februar 2010

zurück

Das war jetzt lange. Lange Zeit. Viel passiert. Und wie immer wenn es lange her ist, fällt der Start besonders schwer. Ein alter Boxer kehrt zurück in den Ring. Die Beine sind noch etwas schwer, die Handschuhe drücken, die Bretter unter den Füssen sind ungewohnt. Und doch, dieser Geruch ist Heimat, bekannt. Zugegeben, es fühlt sich bei mir gar nicht so an. Ich bin ja auch kein alter Boxer. Ich bin auch kein junger Boxer. Ich bin gar kein Boxer. Aber das habe ich ja schon einmal erzählt. Wie dem auch sei, einige neue Buchstaben wird das Netz ertragen. Mit der Vorstellung, dass in hundert Jahren meine Urenkel sich kullern vor lachen, wenn sie diese Zeilen im Internet entdecken. Wird es in Zukunft ein Internet geben? Das weiss ich nicht. Aber Urenkel wird es geben. Wenigstens etwas, das ich weiss. So, dass muss reichen für den Anfang.

Freitag, 21. November 2008

Die Gans

Als Kind war ein beliebter Spaziergang mit meinen Eltern die "Schwandirundi". Da gab es viele spannende Orte, auf der Schwandirundi. Selbstverständlich war mir überhaupt nicht klar, was eine Schwandirundi ist. Auf jeden Fall gab es da auch einen Bauernhof. Jetzt schreibe ich nicht über die vielen, kleinen, stinkenden und grunzenden Schweinchen. Viel Mehr schreibe ich über den kleinen Teich auf der anderen Seite des Hauses. Denn dort waren die Gänse zu Hause. Fand ich ja eigentlich recht langweilig. Doch dann erzählte mir mein Papi, dass Gänse die besten Wachhunde seien. Das faszinierte mich ungemein. Gänse sind Hunde. Und sie bewachen das Haus. Ich dachte an Gänse die bellen und trotzdem beissen. Wie gesagt, ich war fasziniert. Und so war das, auf der Schwandirundi.

Montag, 17. November 2008

Der Bär

- Du, grosser Bär?
- Ja, kleiner Bär?
- Warum bist du der grosse Bär und ich bin der kleine Bär?
- Aber kleiner Bär, das ist doch ganz klar. Meine Beine sind viel stärker als deine. Und mit meinen Tatzen kann ich ein Kaninchen erschlagen.
Der kleine Bär war erstaunt. Ein Kaninchen erschlagen, mit den eigenen Tatzen. So kannte er seinen grossen Bruder gar nicht.
-Du, grosser Bär?
- Ja, kleiner Bär?
- Warum müssen wir denn ein Kaninchen mit den Tatzen erschlagen?
- Aber kleiner Bär, das ist doch ganz klar. Wir sind wilde Tiere. Und wilde Tiere töten nun einmal andere Tiere.
Der kleine Bär war erstaunt. Er wollte kein wildes Tier sein. Also verliess er seinen gewalttätigen grossen Bruder. Er bewarb sich bei einem Zirkus und tritt heute unter dem Namen Kleiner Bär im Zirkus Plitschplatsch auf. Dort zaubert er Kaninchen aus einem Zylinder.

Sonntag, 16. November 2008

Ein kleiner Esel

Fällt mir was ein? Kenne ich einen Esel. Haha, hihi, einen Esel kennen; natürlich, wer kennt keinen Esel. Aber eben, das ist nicht lustig. Also was anderes. Esel ist für mich mit dem Samichlaus verknüpft. Obwohl ich vermutlich noch nie einen Samichlaus mit Esel gesehen habe. Trotzdem gehören die zwei zusammen. Oder aber Sam Hawkins, der hatte doch auch einen Esel. Da bin ich mir jetzt aber nicht mehr sicher. Und so plätschert mein Geplapper über Esel dahin, ohne dass was spannendes geschehen würde. Eigentlich traurig, für so ein interessantes Tier wie den Esel. Und so werde ich ihm nicht gerecht dem equus asinus, tut mir leid.

Samstag, 15. November 2008

Der Papagei

Ein lustiges Plappermaul, der rote Ara-Papagei. Gar nicht lustig hingegen war der Papagei von meiner Schulkollegin Susanne. Und er war auch nicht rot, sondern grau wie eine Maus. Nicht lustig war er, weil er biss, krächzte und auch sonst ganz unfreundlich war. Zur Begrüssung kein Hallo, zum Abschied kein Tschüss. Nur krächzen und pfeifen. So einem Vogel geschieht es ganz recht, wenn er grau und hässlich ist. In späteren Jahren soll er fast vollständig kahl geworden sein. Doch das habe ich leider nicht mehr gesehen. Weil die Primarschulzeit irgendwann vorbei war. Keine Susanne mehr, kein grauer Papagei und keine Federn. Krächz.

Freitag, 14. November 2008

Der Gepard

Da stand er, der Gepard. Schlank und geschmeidig. Ich stand daneben, nicht mehr ganz so schlank, mehr schneid als schmeid. Vor uns die Startlinie. Fein gezeichnet in den braunen Sand der weiten Steppe Zentralafrikas. Die Sonne brannte, die Grille zirpte. Und da trompetete ein Elefant auch schon das Startsignal. Ich wusste, auf den ersten Metern kannst du nicht mithalten, zu schnell die Beschleunigung des Gepard's. Schnell lag er einige Meter vor mir. Ich kämpfte. Der Tacho auf meiner Armbanduhr zeigte 64. Bereits lagen zehn Meter zwischen uns. 78 verhiess die Nadel. Lass dich jetzt nicht zur Schnecke machen, gib Gas. 92 zeigte der zitternde rote Strich auf dem Tacho. Ich konnte den Abstand verringern. Ich wusste aus dem Internet, der Gepard läuft nur 112 Stundenkilometer. Und tatsächlich, ich rückte auf, 108. Jetzt auf gleicher Höhe, 118. Und mit einem Schlussspurt von 123 Sachen überquerte ich die Ziellinie als Erster. Leicht ausser Atem gratulierte mir der Gepard. Ein fairer Verlierer, muss ich sagen.

Der Fuchs

Wir wissen es alle, der Fuchs ist schlau und listig. Soweit so gut. Nur weil der Fuchs schlau ist, fällt mir dazu aber noch keine schlaue Geschichte ein. Selbstverständlich, Nachts in der Stadt Zürich, besonders in Höngg, da sieht man sie, die Füchse. Das alleine ergibt aber noch keine Geschichte. Da braucht es schon noch etwas mehr dazu. Zum Beispiel jene Nacht, als der Fuchs ums Haus schlich, ich leise hinter ihm, Schritt für Schritt. Immer näher der Fuchs, immer leiser meine Schritte. Schon spüre ich seinen Atem, da dreht sich der Fuchs um. Hallo junger Mann, was machen Sie so spät noch im Garten. Nette Begrüssung, denke ich, aber Vorsicht, der Fuchs ist schlau. Ich suche das Rotkäppchen, antworte ich. Falsches Tier, lacht der Fuchs, zeigt mir den Vogel und verschwindet im Unterholz.

Donnerstag, 13. November 2008

noch ein Hund

Was ich unterschlagen habe: Selbstverständlich wurden wir nicht aufgefressen. Nicht einmal gebissen. Und ganz ehrlich, ich kenne auch liebe Hunde. Also eigentlich fällt mir nur ein lieber Hund ein. Mocca war der Hund von Marco. Und der war wirklich superlieb. Der Hund. Also Marco auch. Aber ich schreibe ja von Hunden. Mocca war also mein positives Hunde-Erlebnis. Der hat mich nie angebellt, nicht gebissen, nicht angepinkelt und nicht böse geknurrt. Vielleicht war er einfach nur glücklich, dass er an einem so schönen Ort wie in Borgo a Buggiano leben durfte. Bestimmt hätte ich dann auch nicht geknurrt. Leider gibt's den Hund nicht mehr, und auch das Haus von meinem Götti ist Geschichte.

Der Hund

Frag mich jetzt nicht, wie dieser Hund heisst. Ja klar, er heisst Bello wie jeder Hund. Aber die Rasse weiss ich nicht. Ist auch egal, er schaut auf alle Fälle gross aus. Und das tun sie sowieso alle. Alle Hunden sehen gross aus. Das liegt wohl daran, dass ich immer etwas schiss habe vor den Hunden. Und das kam so: Italien am Meer, ein langer Spaziergang am Strand mit meinem Papi. Dann standen wir vor dem Torre Mozza. Der war ins Meer gebaut. Damit wir weiter gehen konnten, mussten wir durch das Wasser um den Turm rum. Und plötzlich stand sie vor uns, die riesengrosse Gottesanbeterin. Das war vielleicht ein Schock. Also war auch klar, dass wir auf dem Rückweg nicht wieder den Weg durchs Wasser wählen. Doch auf der Landstrasse mussten wir an einer Liegenschaft mit Garten vorbei. Und dort war ein elefantengrosser schwarzer Mörderhund zu Hause. Der war so gefürchig, dass ich überzeugt war, dass mein Papi und ich jetzt gleich aufgefressen werden. Und so blieb dann wohl diese Angst vor Hunden bis heute.

Mittwoch, 12. November 2008

Der Wolf

Selbstverständlich gehört er an die erste Stelle. Weshalb er vom Affen verdrängt wurde, ist schwer zu sagen. Nun steht er aber hier, der Wolf. Kein anderes Tier hat mein Leben so begleitet wie der Wolf. Ist ja auch klar. Im Zoo steuere ich immer zuerst in sein Revier. Die wenigen Tierbücher in meinem Regal sind Bücher über den Wolf. Wenn eine Tiersendung im Fernsehen, dann ist der Wolf der Hauptdarsteller. Jetzt zu behaupten, mein Lieblingsfilm sei "der mit dem Wolf tanz" wäre zwar übertrieben; doch immer hin habe ich den Streifen seinerzeit im Kino gesehen (kann jetzt nicht mehr mit Sicherheit sagen, dass ich dabei nicht eingeschlafen bin). Die eigentliche Geschichte zum Wolf: Der Wolf bin ich und ich bin der Wolf. Oder so ähnlich.

Tiergeschichten: Der Affe

Immer mal wieder was Neues. Jetzt also Tiergeschichten. Welche 
Geschichte fällt mir ein, wenn ich ein Tier sehe. So die Spielregeln. Und hier das erste Bild. Die Geschichte zu den Affen ist eine alte Geschichte. Ich noch klein, staunend und mit grossen Augen. Meine Nonna wohnte noch in Zürich und ich durfte mit ihr in den Zoo. Im Affenhaus zückt die Nonna einen kleinen Spiegel aus der Tasche und hält diesen dem erstaunten Affen hin. Gut, vermutlich war der Affe nicht erstaunt, aber ich war es umso mehr. Ob der Affe sich wegen dem Spiegel anders verhalten hat, das weiss ich nicht mehr. Aber dass meine Nonna so viel über Affen wusste und sogar einen Spiegel dabei hatte, das beeindruckte mich ungemein.

Montag, 20. Oktober 2008

untertauchen

Die richtige Ausrüstung für jeden Anlass. Mit diesen ausgezeichneten Badekappen-Modellen meistern Sie auch die schwierigsten Lebenslagen. Besonders erwähnenswert ist die Allwetterausführung, hier in Blau gehalten. Für heikle Einsätze empfiehlt sich das Tarnmodell ganz in Schwarz. Bei schwierigen Lichtverhältnissen greifen Sie auf das orang leuchtende Achtungichkomme-Exemplar. Und für alles andere die fröhlich gepunktete Immerglücklich-Badekappe. Gut schwimm!

Montag, 13. Oktober 2008

Zivilschutz

Eine schrecklich grässlich lange Woche Zivilschutz. Eine unbequem elendigliche Woche grüne Uniform und blaues Dreieck. Eine unendliche gähnende Woche Langeweile. Eine nichtsnutzige unsägliche Woche Blödheit. Eine verordnet gezwungene Woche Dienst für den Staat. Zum Glück auch eine schlemmende schmatzende Woche warmes Essen am Mittag. Eine schlürfende duftende Woche ausgedehnte Kaffeepausen. Eine lachende kichernde Woche Nonsens und Blödsinn. Jetzt habe ich wieder ein Jahr Ruhe. Ein Jahr gelbes Büchlein in der Schublade, grüne Uniform im Schrank, Langeweile unter dem Bett, alte Leute im Altersheim.

Freitag, 3. Oktober 2008

immer dieses Küssen

Schon wieder ein Bild des Küssens. Jetzt reicht es dann. Genug geküsst. Ist mir sowieso schleierhaft, wie das mit dem Kuss entstanden ist. Die Herleitung von der Mund zu Mund Fütterung macht das Thema nicht gerade appetitlich. Seltsam, wie sich so etwas dann in unsere Kultur krallen kann. Und so wird er nun geküsst, der kleine Junge mit der blauen Mütze. Oder will irgend jemand behaupten, dass er derjenige ist, welcher das Mädchen mit dem roten Kopftuch küsst? Das wäre dann doch etwas absurd. Auf alle Fälle steigt er dann ein in sein Schiffli. Segelt hinaus ins weite Meer. Lässt das Mädchen an Land zurück. Vermutlich schwanger. Aber das ist eine andere Geschichte.

Donnerstag, 2. Oktober 2008

In der S-Bahn

Man erlebt so einiges in der S-Bahn. Laute Musik, bellende Hunde, stöhnende Junkies, plappernde Irre, stinkende Menschen, starrende Männer, nonstopplaudernde Girls. Die Aufzählung ist endlos. Spannend fand ich den Mann um die fünfzig, der bei kalten Herbsttemperaturen seine nackten Füsse zum Besten gab. Da liegen sie also, die von Schuhen und Strümpfen befreiten Flossen. Auf diese weise sicherte sich der Zugreisende auch sein Viererabteil für sich alleine. Nicht beurteilen liess sich, ob die Füsse gewaschen waren oder allenfalls zum Himmel stanken. Aus sicherer Distanz wagte ich es, ein Bild zu knipsen. Kam mir dabei ein bisschen wie ein Voyeur vor. Doch wer seine Füsse so ungezügelt in die Öffentlichkeit frei lässt, der muss mit Paparazi Bildern rechnen.

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Wanderpokal

Der Wanderpokal. Eine wunderbare Sache, so ein Wanderpokal. Er wandert, von einem Ort zum anderen. Klar, manchmal geht einer vergessen. So steht seit Jahrzehnten bei meinen Eltern im Keller ein riesiger Silberpokal des Bluestars-Turnier in Zürich. Weiss nicht genau in welchem Jahr mein Papi dort mitgespielt hat, aber irgendwie ist das Teil bei uns hängen geblieben. Schöne Erinnerung. Doch dieser Pokal wird wandern. Es ist zur Zeit noch nicht so ganz klar, in welche Richtung die Reise gehen wird. Und so lange steht das Teil jetzt halt im Wohnzimmer. Sollte es zu lange dauern, werde ich einfach ein Tuch darüber werfen. Ansonsten freue ich mich schon jetzt auf die nächste Torte.

Montag, 22. September 2008

Zürich

Marc will nicht mehr in Zürich wohnen. Zu wenig speziell, zu wenig schön, zu wenig Lebensqualität. Vielleicht ist das so, wenn man in Südafrika lebt, und nach Zürich kommt. Vielleicht ist das so, wenn man jeden Monat irgendwo anders auf der Welt ist. Vielleicht ist das so, wenn man als Basler über Zürich spricht. Doch für mich ist Zürich die Stadt, in der ich leben will. Und immer wieder bin ich erstaunt, wie viele Dinge es in Zürich zu entdecken gibt. So versuche ich, mit den Augen eines Touristen durch Zürich zu wandern. Ich werde bleiben, in Zürich. Warum nicht Cape Town, das ist eine andere Geschichte.

Donnerstag, 18. September 2008

der letzte Tag

Mein letzter Tag. Danach ist alles anders. Und selbstverständlich alles das Selbe. Es ist auch so, dass ich gar nicht merken würde, dass es mein letzter Tag ist. Wenn da nicht alle fragen täten, wie nervös ich schon sei. Ein wichtiger Wechsel, finden die anderen. Das Leben wird anders. Das glaube ich nicht. Es wird sich nichts ändern. Und deshalb ist es gar nicht ein letzter Tag. Sondern ein Tag wie jeder andere auch. Und ich werde gut schlafen heute Nacht.
Ach noch was: Ich werde keinen Anzug tragen.

Mittwoch, 17. September 2008

Der Russe

Der Chrigi ist jetzt ein Russe. Ende der Geschichte.

(Eine kleine Randbemerkung dazu: Ich bin jetzt stolzer Besitzer einer Uhr, die einen Namen hat, den ich gar nicht lesen kann. Soll Sputnik heissen. Schaut aber eher nach Спутник aus. Passend ist der Name ja durchaus. "Weggefährte", "Begleiter", das ist doch wunderbar für eine Uhr. Klar, wir denken auch sogleich an den Erdsatelliten, aber ich kann versichern, dass ich nicht so hoch hinaus will. Soviel zu meiner neuen Uhr.)

Dienstag, 16. September 2008

War ich das etwa?

Die arme Stechpalme, sie ist gestorben. Vielleicht lag es an der entzogenen Liebe, vielleicht aber war es einfach Wassermangel, während den vierwöchigen Sommerferien. Kann ja mal passieren, dass man vergisst, jemanden zum Giessen zu verknurren. Und alle anderen haben es überlebt. Nur eben die Stechpalme nicht. Jetzt plötzlich blüht da wieder was. Viel grün und einige Blüten. Das alles ohne giessen und ohne Pflege. Diese Pflanze ist per sofort mein absoluter Favorit. Wer braucht da noch einen grünen Daumen.

Dienstag, 9. September 2008

Güggeli

Ui ein Güggeli. Schön schaut es aus, das Güggeli. Aber ich muss auch immer lachen, wenn ich so ein Huhn sehe. Die schauen aus wie noch richtig, so als ob sie gleich davon rennen. Halt ohne Kopf, aber wozu braucht es den schon. Bei diesem Bild besonders adrett finde ich die getrockneten Tomaten. Sie verleihen dem toten Tierli eine besondere Würde. Selbstverständlich war das Hähnchen ausgezeichnet zubereitet. Jose hat seinen besten Cognac ausgegraben, der Römertopf war verantwortlich für die feine Kruste und über die getrockeneten Tomaten haben wir ja schon gesprochen.

Montag, 8. September 2008

Schiff oder Boot

Mittwoch Nachmittag. Bodensee. Um genau zu sein, Romanshorn. Viele Schiffli, wenig Verkehr. Warum nur? Ist man am Mittwoch Nachmittag nicht auf dem See, wenn man ein Schiffli hat? Oder ist es ein Böötli? Egal, sie stehen alle im Hafen, zugedeckt und vertaut. Ist doch eigentlich schade. Aber vermutlich ist es wie mit Allem. Man kauft sich ein Böötli. Ist jeden Tag auf dem Wasser, nach einem Jahr nur noch einmal in der Woche, dann monatlich und zum Schluss nur noch einmal im Jahr. Dann fragt man sich, ob es sich überhaupt lohnt, das Schiff noch auszupacken. Und so bleibt es dann im Hafen. Verschnürt und zugedeckt. Wie an diesem Mittwoch Nachmittag in Romanshorn.

Dienstag, 26. August 2008

Kloten

Glück gehabt. Einige Minuten früher, und der Flughafen wäre noch voller johlendem Volk gewesen. Die Schweizer sind aus Peking zurück, mit Medaillen behängt und mit Souvenirs in der Tasche. Aber eben, wir waren etwas später. Und so ein Flughafen am Abend, das ist schon noch was Spezielles. Ziemlich still, ohne Hektik, leere Förderbänder, geschlossene Kaffees. Und sofort wirkt alles viel Grösser. Wer also die Stille sucht, der soll am Montag Abend im Flughafen einige Runden drehen. Der Chrigi der kam dann auch irgendwann an, im Gegensatz zu seinem Gepäck. Aber das ist für ihn ja nichts Neues.

Montag, 25. August 2008

uncool

Grosse Brillen stehen mir nicht. Das habe ich schon immer gewusst. Aber dem Chrigi muss man dies ja erst mit einem hässlichen Bild beweisen. Also, jetzt ist es klar, ich sehe bescheuert aus mit grosser Brille. Übrigens kann ich dieses Bild mit gutem Gewissen in meinen Blog laden. Weil zur Zeit ist es ja total im Trend, Bilder von sich selber zu zeigen. Keine Kolumne von Max mehr, in der wir ihn nicht sehen, egal ob beim Fischen, Ketchup essen oder was weiss ich sonst noch alles. Und so kann ich guten Gewissens auch auf dieser Welle reiten, und mich der ganzen Welt präsentieren. Selbstverständlich gut getarnt mit einer grossen dunklen Brille. Und im Gegensatz zu Max ganz ohne Bart.

Samstag, 23. August 2008

Igel

Ein Igel. Ende der Geschichte, mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Vielleicht noch folgendes: Der Igel steht im Ruf, besonders stark zu sein. So zumindest nach Tolstoi. Der erzählt nämlich, wie ein Igel ein Kalb besiegt. Und das geht in etwa so. Zuerst entdeckt das Kabel den Igel und droht diesem, ihn zu fressen. Darauf rollt sich der Igel zusammen und gibt sich kampfeslustig. Friss mich doch, wenn du kannst, schreit der kleine Igel. Dies lässt sich das Kalb nicht zweimal sagen, und beisst in den Igel. Ihr könnte euch denken, dass dies zu einigem Geschrei seitens des Kalbes führt. Und weinend rennt es zur Mutter. Sein Leid berichtend (vermutlich lispelnd und kaum verständlich, da die Zunge fürchterlich schmerzt), erhofft sich das Kalb Unterstützung von der Mutter. Die alte Kuh interessiert sich aber nicht die Bohne für die Geschichte. Der Igel hingegen ist unheimlich stolz, dass er ein so grosses Tier besiegt hat. So stark, er fühlt sich wie ein Löwe. Und schnell verbreitet sich der Ruf der Unbesiegbarkeit des Igels. So geht das.

Donnerstag, 21. August 2008

Kindergeschichten

Jetzt geht es los. Jetzt kommen sie, die Kindergeschichten. Was für wunderbare Bilder da möglich sind; Kind schlafend, Kind lachend, Kind spielend, Kind essend. Oder wie wär's mit Zwillinge im Kinderzimmer, Zwillinge bei den Grosseltern, Zwillinge in den Ferien. Irgendwann kommt der erste Chindsgitag, der Schulbeginn, Diplomfeier, Arbeitsbeginn und Pensionierung. So wird es wohl viel Stoff zum Schreiben geben. Und irgendwann werden die Kleinen dann sagen, Papi du spinnst, all das langweilige Zeugs ins Internet zu stellen. So geht dann das wohl. Aber bis Mitte November ist jetzt noch Schonfrist. Dies war nur ein kleiner Vorgeschmack.

Mittwoch, 20. August 2008

Märchen

Das Märchen ist gewaltig. Der König hat keine Kinder, dann trotzdem. Der coolste von allen ist Rama. Der verliebt sich in Sita. Leider darf er nicht König werden, sondern muss in die Verbannung. Dort bringt er einige Ungeheuer um. Dann jedoch muss er seine Sita wieder retten, was er aber nicht selber macht, sondern einige Affen auf den Weg schickt. Er gewinnt, wird König und hat seine Sita zurück. Und jetzt kommt es: die arme Sita wurde entführt, war das Opfer. Das einzig was den Rama aber interessiert ist, ob Sita vom Entführer vergewaltigt wurde. Dazu wirft er sie ins Feuer, und weil sie rein ist, überlebt sie. Harte Sitten, erscheint mir. Doch die Geschichte ist der Hammer. Und die Bilder dazu gibt es zur Zeit im Museum Rietberg. Die Treppe im Bild übrigens auch.