Freitag, 14. November 2008
Der Fuchs
Donnerstag, 13. November 2008
noch ein Hund
Der Hund
Mittwoch, 12. November 2008
Der Wolf
Tiergeschichten: Der Affe
Geschichte fällt mir ein, wenn ich ein Tier sehe. So die Spielregeln. Und hier das erste Bild. Die Geschichte zu den Affen ist eine alte Geschichte. Ich noch klein, staunend und mit grossen Augen. Meine Nonna wohnte noch in Zürich und ich durfte mit ihr in den Zoo. Im Affenhaus zückt die Nonna einen kleinen Spiegel aus der Tasche und hält diesen dem erstaunten Affen hin. Gut, vermutlich war der Affe nicht erstaunt, aber ich war es umso mehr. Ob der Affe sich wegen dem Spiegel anders verhalten hat, das weiss ich nicht mehr. Aber dass meine Nonna so viel über Affen wusste und sogar einen Spiegel dabei hatte, das beeindruckte mich ungemein.
Montag, 20. Oktober 2008
untertauchen
Montag, 13. Oktober 2008
Zivilschutz
Freitag, 3. Oktober 2008
immer dieses Küssen
Donnerstag, 2. Oktober 2008
In der S-Bahn
Mittwoch, 1. Oktober 2008
Wanderpokal
Montag, 22. September 2008
Zürich
Donnerstag, 18. September 2008
der letzte Tag
Ach noch was: Ich werde keinen Anzug tragen.
Mittwoch, 17. September 2008
Der Russe
(Eine kleine Randbemerkung dazu: Ich bin jetzt stolzer Besitzer einer Uhr, die einen Namen hat, den ich gar nicht lesen kann. Soll Sputnik heissen. Schaut aber eher nach Спутник aus. Passend ist der Name ja durchaus. "Weggefährte", "Begleiter", das ist doch wunderbar für eine Uhr. Klar, wir denken auch sogleich an den Erdsatelliten, aber ich kann versichern, dass ich nicht so hoch hinaus will. Soviel zu meiner neuen Uhr.)
Dienstag, 16. September 2008
War ich das etwa?
Dienstag, 9. September 2008
Güggeli
Montag, 8. September 2008
Schiff oder Boot
Dienstag, 26. August 2008
Kloten
Montag, 25. August 2008
uncool
Samstag, 23. August 2008
Igel
Donnerstag, 21. August 2008
Kindergeschichten
Jetzt geht es los. Jetzt kommen sie, die Kindergeschichten. Was für wunderbare Bilder da möglich sind; Kind schlafend, Kind lachend, Kind spielend, Kind essend. Oder wie wär's mit Zwillinge im Kinderzimmer, Zwillinge bei den Grosseltern, Zwillinge in den Ferien. Irgendwann kommt der erste Chindsgitag, der Schulbeginn, Diplomfeier, Arbeitsbeginn und Pensionierung. So wird es wohl viel Stoff zum Schreiben geben. Und irgendwann werden die Kleinen dann sagen, Papi du spinnst, all das langweilige Zeugs ins Internet zu stellen. So geht dann das wohl. Aber bis Mitte November ist jetzt noch Schonfrist. Dies war nur ein kleiner Vorgeschmack.
Mittwoch, 20. August 2008
Märchen
Freitag, 15. August 2008
vier Beine
Sonntag, 27. Juli 2008
Licht
Mittwoch, 23. Juli 2008
Wien
Immer wieder daran gedacht, und doch nie gemacht. Jetzt war es soweit. Wien. Und es war wunderbar. Zum einen weil wir von unseren Gastgebern umsorgt wurden wie Könige (oder wie Königinnen, oder wie König und Königin oder wie schreibt man das jetzt korrekterweise?), zum anderen weil Wien einfach eine sauschöne Stadt ist. Wirklich, das lohnt sich also durchaus. Sogar wenn man mit dem Nachtzug unterwegs ist, direkt über der Achse zu liegen kommt und es rüttelt und schüttelt wie in einem weissen Ovimilchshakebecher mit der orangen Aufschrift. Aber eben, die Fahrt ist ja absehbar. Danach bietet Wien viel, viel von allem. Und speziell natürlich das Essen. So viele Schnitzel wie ich verdrückt habe, das ist eigentlich schon nicht mehr gesund. Nicht zu vergessen all die Würstchen, Erdäpfelsalate, Kuchen und Torten. Also kugelrund zurück nach Zürich. Zumindest die einen von uns zwei. Kugelrund...
Mittwoch, 9. Juli 2008
Treppen
Freitag, 4. Juli 2008
nur noch grün
Donnerstag, 3. Juli 2008
bitte probesitzen
So und zum Schluss ein ganz grosses Dankeschön an die edelmütigen Spender dieser Herrlichkeit. Elterliche Heldentaten sind eine wunderbare Sache. Judihui.
Mittwoch, 2. Juli 2008
Haare am Kinn
Freitag, 27. Juni 2008
zurück
Zum Glück kamen dann irgendwann die riesigen Fussballspieler in die Halle. Unten hin stehen und staunen. Wobei am meisten musste ich ja über die Kleider dieser Jungs staunen. Alles Adidas, obwohl im Turnier die Mannschaften mit Nike, Puma oder Umbro spielen. Übrigens soll Umbro auch zu Nike gehören. Hab ich gelesen. Also, die stehen alle in Adidas-Klamotten im Kreis. Aber was interessiert euch das ...
In der Zwischenzeit ist es mächtig heiss geworden hier in Zürich. Mein Büro heizt sich auf bis zum Siedepunkt. Und immer kurz bevor ich in eine Hitzeohnmacht falle, flüchte ich. Wobei das Flüchten dann so ausschaut, dass ich aufs Velo sitze und nach Höngg radle. Was nicht gerade zur Abkühlung beiträgt. Eigentlich ziemlich bescheuert.
Was ich noch sagen wollte ist, dass der Chrigi endlich Götti wird. Und zwar gleich doppelt. Warum und weshalb, das erzähle ich euch beim nächsten Mal. Für heute ist es genug.
Aktuelle Raumtemperatur: 29°
Donnerstag, 24. April 2008
50
Donnerstag, 17. April 2008
dringender Donnerstag
Mittwoch, 16. April 2008
Geburtstagsmittwoch
Dienstag, 15. April 2008
Dienstag allein
Montag, 14. April 2008
Montag in Strumpfhosen
Samstag, 12. April 2008
Samstag ohne Wenn und Aber
Freitag, 11. April 2008
lustigeleute Freitag
Donnerstag, 10. April 2008
einfach nur Donnerstag
Mittwoch, 9. April 2008
neongelber Mittwoch
Dienstag, 8. April 2008
Dienstag Landunter
Montag, 7. April 2008
heller Montag
Samstag, 5. April 2008
Augen auf am Samstag
War ein spannender Samstag. Vielleicht so spannend wie jeder andere Tag im Leben. Und doch hat man an manchen Tagen mehr das Gefühl, dass das Leben spannend ist. Und heute war eben so ein spannender Tag. Warum das so war, ist eine Geschichte mit vielen Details. Radfahren durch die Stadt Zürich, immer spannend. Herr Jürg Acklin, wohl einer der spannendsten Menschen, die ich in meinem Leben kennen lernen konnte; in seinem Ledersessel sitzend, Supervisionsfälle reflektierend, wow spannend. Mittagessen in der Blaue nte (die schreiben sich so, kann ich auch nichts dafür); viel zu teuer, aber was sich da für Menschen an den gediegenen Tischen tummeln, einfach spannend. Möbel im teuren Designerladen bestaunen, merken, dass man sich all die heissen Stücke wohl nicht leisten kann, trotzdem durch den Laden schlendern, spannend. Ein Spaziergang durch den Wald, Pfadis, Hunde, alte Möbel, krächzende Vögel, alles spannend. Zeitung lesen am Samstag, wunderbar spannend. Und dann heute Abend, eine Erinnerung aus der Kindheit, die ich ungemein spannend in Erinnerung habe, vielleicht liege ich ja falsch, aber Ghostbusters, das ist doch superspannend. Hoffentlich kann ich heute Nacht schlafen, nach so viel Spannendem.
Freitag, 4. April 2008
gestuhlter Freitag
Donnerstag, 3. April 2008
versunkener Donnerstag
Mittwoch, 2. April 2008
überdeckter Mittwoch
Dienstag, 1. April 2008
beschrifteter Dienstag
Montag, 31. März 2008
regnerischer Montag
Tägliches Bild
Sonntag 30. März, Hönggerwald
Die Steine waren nicht von mir, doch sie lachten mich an, und da musste ich sie einfach fotografieren.
Dienstag, 18. März 2008
auswandern
Warum wandern eigentlich alle aus? Es ist eine richtige Plage geworden. Egal ob nach Südafrika, Wien, Tessin oder was weiss ich sonst noch alles. Hauptsache auswandern. Was ist bloss los mit all den Leuten, dass die immer weg wollen. Meine Vermutung ist ja, dass das was mit mir zu tun hat. Diese These ist nicht ganz aus der Luft gegriffen, ich werde sie in den nächsten Wochen wissenschaftlich überprüfen und die Ergebnisse an dieser Stelle publizieren. Doch zurück zum Auswandern. Das tut man doch einfach nicht. Kofferpacken und abreisen. Nicht nett. Und in meinen Augen wahnsinnig anstrengend. Man stelle sich nur vor, das ganze Kennenlernen von neuen Leuten, neue Wohnung, neuer Job, neuer Arbeitsweg, neues Essen, neues Wetter, alles neu. Neu, neu, neu. Braucht man nach dem Auswandern eigentlich erst mal Ferien? Um sich von all dem Neuen zu erholen? In dieser ganzen Auswanderungsgeschichte kommt erschwerend hinzu, dass diese Leute einem ja nicht teilhaben lassen am neuen Glück. Das behalten die einfach für sich. Briefe schreibt man schon lange keine mehr, Blogschreiben ist was für Doofe und telefonieren ist ein Graus. Also schnappen die sich ihr Glück, lächeln selig und vergessen die alte Welt. Die schweizerische Analyse meiner Ausführungen ist nun treffenderweise: Eifersucht. Herr Wolfer will auch, ist neidisch, begierig nach Neuem. Aber die Schweizer Analyse schlägt fehl. Auswandern ist nix für mich. Nein vielmehr vermisse ich diese Nasen einfach. Wen wundert's.
Montag, 17. März 2008
so schnell
Ein bisschen war ich schon erstaunt. Da steht Dezember als letzter Eintrag im Blog. Dezember, das ist verdammt lange her. Nicht, dass dies eine Rolle spielen würde. Aber erstaunlich ist es schon. Überhaupt ist es witzig, wie lange Stunden dauern können, und wie schnell Monate vergehen. Da erzähle ich nichts Neues, wer kennt das unterschiedliche Erleben von Zeit nicht aus eigener Erfahrung. Also aufgewärmter Kaffee. Zum Thema Kaffee. Nachdem ich im Büro für meinen persönlichen Konsum nun wieder umgestellt habe, von den Kapseln auf die gute alte Bialetti, ist der Kaffeegenuss wieder ein Erlebnis und Vergnügen. Ich liebe es, das kleine, silberne Teil aus dem Küchenkasten zu ziehen. Kurz ausspülen und dann den unteren Teil bis zum Strich mit frischem, klarem Wasser zu füllen. Den Behälter für den Kaffee vorsichtig einsetzten und mit einem kleinen Löffel das frisch gemahlene Pulver einfüllen. Nicht drücken, nur schön gleichmässig verteilen. Den Filter und Dichtungsring einsetzen und die Maschine zuschrauben. Habe ich übrigens die herrliche Geschichte von Chrigis Bialetti-Einsatz schon erzählt? Nein? Das ist schade, weil die Geschichte ist wirklich gut. Aber dazu ein ander Mal. Nun gut, ich stelle die Maschine also auf die Platte, zirkle eine Temperatureinstellung zwischen 0.5 und 1. Das ist ganz wichtig, das Wasser muss richtig leiden, wenn es durch das Kaffeepulver gedrückt wird. Noch bevor die schwarze Flüssigkeit zu sehen ist, verströmt der betörende Duft nach frischen Kaffee. So, jetzt reicht es aber! Genug geschrieben, ich muss mir jetzt einen Kaffee zubereiten. Das ist ja nicht zum Aushalten.
Montag, 31. Dezember 2007
jahreswechsel
noch einige stunden. dann muss ich mich wieder sehr umgewöhnen, beim unterschreiben der lukrativen verträge. beim zeichnen der grossen summen. beim signieren der gold bringenden kontrakte. weil dann muss ich eine acht schreiben. nicht mehr eine sieben.
das sollte mir eigentlich gelingen.
für einen rückblick auf nullsieben ist es noch zu früh. auf einen ausblick habe ich keine lust. und das jetzt ist mir eigentlich egal. so gesehen überwiegt die festliche stimmung.
was ich sagen wollte: ich drücke die daumen, für alles was kommt im 08. alles was silbern glänzt und haarig wie ein wolf ist bekommt von mir einen schweissig gedrückten daumen.
alles klar?
das sollte mir eigentlich gelingen.
für einen rückblick auf nullsieben ist es noch zu früh. auf einen ausblick habe ich keine lust. und das jetzt ist mir eigentlich egal. so gesehen überwiegt die festliche stimmung.
was ich sagen wollte: ich drücke die daumen, für alles was kommt im 08. alles was silbern glänzt und haarig wie ein wolf ist bekommt von mir einen schweissig gedrückten daumen.
alles klar?
Dienstag, 13. November 2007
Migros Uster
Freitag Morgen. Uster. Warum gefällt mir Uster so extrem nicht? Keine Schandflecken, keine Beleidigungen, keine Hässlichkeiten. Und doch gefällt es mir nicht. Egal. Freitag Morgen in Uster. Nicht freiwillig, sondern weil ich dort eine Sitzung habe. Und da meine Nase Schnee gerochen hat, bin ich mit einem frühen, frühen Zug unterwegs. Meine Nase hat irgendetwas gerochen, nur keinen Schnee. Also sitze ich in Uster, Dreiviertelstunden zu früh. An einem Freitag Morgen. So schleiche ich mich ins Migros-Kaffee. Migros deshalb, weil ich kein anderes gefunden habe. Also doch, da war noch ein Dieci, aber das war geschlossen. So, und jetzt lasse ich das mal ein bisschen wirken
Freitag
Morgen
Migros
Uster
Jawohl, genau so habe ich mich gefühlt. Ich lasse also aus der tollen Maschine einen Cappuccino raus, streue mir reichlich Kakaopulver über den Schaum und setze mich an den Tisch gleich neben der Kasse. Rechts von mir ein Tisch mit älteren Frauen. Schale vor der Nase, Buttergipfel. Sie führen ein angeregtes Gespräch, nach den Stichworten "Abfallsack", "Hundegebell" und "Miss Schweiz" verliere ich den Faden. Links von mir ein Tisch mit vier Männern, noch nicht so alt, sagen wir etwas über fünfzig? Was machen die hier? Hitzig wird über den Roger Federer diskutiert. Unser Roger. Endlich einige Arbeiter, Sanitär würde ich sagen. Thonsandwich und Icetee. Und ich schwelge in Erinnerungen an den Bau. Das schöne an der Szene, als Bauarbeiter darf man im Migrosrestaurant sitzen, zu dritt, und man muss nicht sprechen. Die sitzen einfach nur da. Verdrücken ihr Thonsandwich und kippen den Icetee. Ohne Worte. Schön wars, auf dem Bau. Für mich ist es jetzt Zeit, an die Sitzung zu eilen. Eine Stunde verordnetes reden.
Freitag
Morgen
Migros
Uster
Jawohl, genau so habe ich mich gefühlt. Ich lasse also aus der tollen Maschine einen Cappuccino raus, streue mir reichlich Kakaopulver über den Schaum und setze mich an den Tisch gleich neben der Kasse. Rechts von mir ein Tisch mit älteren Frauen. Schale vor der Nase, Buttergipfel. Sie führen ein angeregtes Gespräch, nach den Stichworten "Abfallsack", "Hundegebell" und "Miss Schweiz" verliere ich den Faden. Links von mir ein Tisch mit vier Männern, noch nicht so alt, sagen wir etwas über fünfzig? Was machen die hier? Hitzig wird über den Roger Federer diskutiert. Unser Roger. Endlich einige Arbeiter, Sanitär würde ich sagen. Thonsandwich und Icetee. Und ich schwelge in Erinnerungen an den Bau. Das schöne an der Szene, als Bauarbeiter darf man im Migrosrestaurant sitzen, zu dritt, und man muss nicht sprechen. Die sitzen einfach nur da. Verdrücken ihr Thonsandwich und kippen den Icetee. Ohne Worte. Schön wars, auf dem Bau. Für mich ist es jetzt Zeit, an die Sitzung zu eilen. Eine Stunde verordnetes reden.
Donnerstag, 1. November 2007
Thaifood
Habe eine neue Gewohnheit. Vielleicht ein Tick. Wie definiert sich Tick? Oder noch schöner: ein Spleen. Obwohl, ob das wirklich exzentrisch ist, das weiss ich jetzt nicht. Wie auch immer, ich habe die kleinen Thaifood Nudeldinger im hässlichen Säckli entdeckt. Vier Deziliter Wasser darüber (Wenn immer möglich heiss, weil mit kaltem Wasser wird es ganz scheusslich; hab ich getestet. War übrigens ein sogenannter Blindtest, weil ich wusste nichts davon. Gemein von mir.). Also eben, Wasser darüber, drei Minuten warten und dann reinziehen. Da gibt es alles. Jeden erdenklichen Geschmack. Von Huhn über Rind, Gemüse, Knoblauch, Fisch, Crevetten, Schwein bis hin zu Lobbster, Krabben oder Speck. Von scharf bis superscharf. Einfach gewaltig. Und selbstverständlich bin ich absolut überzeugt, dass diese Dinger gesund sind. So viel Nudel, Gemüsepulver, Kräutli. Das muss gesund sein. Die Schwierigkeit an der Sache: der Thailanden von Nebenan hat im Regal circa zweihundertachtundreissig verschiedene Varianten zur Auswahl. Da muss ich lange testen. Aber ich bin doch schon ziemlich weit fortgeschritten. Nur zu dumm, dass ich mir nicht merken kann, welches Päckli gut war und wo ich die Finger davon lassen sollte. Weil Thailändisch kann ich nicht. Und die Bildli sind auch nicht sehr einprägsam. Und deshalb gab es heute Mittag eines, was ich schon mal hatte, fälschlicherweise als gut eingestuft den Wiederholungsfall schaffte und dann als Schlimmheitsding entlarvt wurde. Aber ich arbeite daran.
Än Guätä.
Än Guätä.
Mittwoch, 17. Oktober 2007
tessin
Eine Woche Tessin. Im Herbst. Da braucht es keine weiteren Worte. Im Gegenteil. Jede Anmerkung kann höchstens ein kläglicher Versuch sein, etwas zu beschreiben, was einfach nur bezaubert. Aber was wäre das für ein lächerlicher Blog, bei welchem immer nur der Titel geschrieben steht? Selbstverständlich wäre dies in diesem spezifischen Fall (wir sprechen vom Marswunderblog) kein Verlust. Aber betrachten wir es einmal allgemein. Die ganze Blog-Gemeinde schreibt immer nur einen Titel. Wo kämen wir da hin? Die vielen, vielen Server auf dieser Welt hätten plötzlich jede Menge platz. Tausende von Arbeitnehmern wüssten nicht mehr, wohin sie im Web klicken sollen, während der Schef gerade im Online-Poker-Raum sein Geld verspielt. Traurig wär's. Sehr traurig.
Also schreibe ich über das Tessin. Die Beweisführung war eindeutig, die Notwendigkeit augenfällig. Das Tessin. Herrlich.
Wie soll ich eigentlich vernünftig schreiben können, wenn ich jedes Mal beim Stichwort Tessin gedankenverloren den schönen Träumen der letzten Tage nachhänge? Da komme ich ja nicht mehr weiter.
Tessin...
Vermutlich wäre es bedeutend einfacher, einige Bilder anzuhängen und basta. Doch bei den Bildern stellt sich die Frage noch viel verschärfter: wie bringe ich diese Eindrücke rüber. Also keine Bilder. Sondern Sätze. Wie dieser hier: Schön war's im Tessin.
Hilft das weiter? Übermittelt dies irgend einen Eindruck? Schön war's im Tessin? Was seht ihr dann? Kastanien? Wälder? Fliegenpilze? Risotto? Goldsonne? Merlot? Grünbraungelbrot? Oder etwas ganz anderes?
Ja ja, das Tessin.
Schön war's.
Also schreibe ich über das Tessin. Die Beweisführung war eindeutig, die Notwendigkeit augenfällig. Das Tessin. Herrlich.
Wie soll ich eigentlich vernünftig schreiben können, wenn ich jedes Mal beim Stichwort Tessin gedankenverloren den schönen Träumen der letzten Tage nachhänge? Da komme ich ja nicht mehr weiter.
Tessin...
Vermutlich wäre es bedeutend einfacher, einige Bilder anzuhängen und basta. Doch bei den Bildern stellt sich die Frage noch viel verschärfter: wie bringe ich diese Eindrücke rüber. Also keine Bilder. Sondern Sätze. Wie dieser hier: Schön war's im Tessin.
Hilft das weiter? Übermittelt dies irgend einen Eindruck? Schön war's im Tessin? Was seht ihr dann? Kastanien? Wälder? Fliegenpilze? Risotto? Goldsonne? Merlot? Grünbraungelbrot? Oder etwas ganz anderes?
Ja ja, das Tessin.
Schön war's.
Montag, 1. Oktober 2007
Letzi
Dieser Eintrag ist zwingend. Nicht weil er spannend wäre, sondern weil er zwingend ist. Eben. Und zwar ist das ja eigentlich ein Zürcherblog. In dem Sinne, als dass die kleine Welt des Marswunder regelmässig an den Grenzen von Zürich ihr Ende findet. Schade eigentlich. Wobei, vielleicht schreib ich bald was über Barcelona. Aber das ist eine andere Geschichte. Diese Geschichte hier handelt von einem Ereigniss, dass trotzdem es langweilig ist, doch zwingend war. Lange Rede, nun zum Punkt: Tag der offenen Türe im Letzigrund. Neuer Stolz von Zürich. Selbstverständlich dürft ihr jetzt aufheulen, seufzen, jaulen, schreien. Ihr dürft auch fluchen und die Tasse an die Wand schmeissen. Es freut mich auch, dass ihr das von mir nie erwartet hättet, aber ich war dort. Sonntag Nachmittag also, einige Strahlen Sonnenschein. Einige gelbe Blätter. Kalte Luft. Herbst. Das Stadion liegt friedlich da. In Mitten von kleinen, unruhigen Menschenameisen. Und alle wollen sie alles sehen.
An dieser Stelle folgt nun die ausführliche Beschreibung der Stadionbesichtigung. Alle Details werden berichtet. Die Geheimnisse gelüftet. Die Fakten kommen auf den Tisch.
Nur: Ich weiss nicht, ob Ihr schon einmal an einer Stadionbesichtigung gewesen seit. Es ist grässlich. Ein Stadion erhält seinen einzigen Zweck durch die sportlichen Aktivitäten, die darin stattfinden. Ich gebe zu, schon dieser Umstand ist zu diskutieren, wie weit Sport mit Zweck vereinbar ist. Aber lassen wir das mal. Jetzt stehe ich also in diesem Stadion, vor mir liegt der grüne Rasen, die Markierung ist weiss und messerscharf. Ich sitze auf der Tribüne, doch das Spiel wird nicht beginnen. Ein Stadion ohne Spiel. Es ist ganz einfach traurig. Sinnlos. Absurd.
So schleiche ich davon. Mit der Überzeugung, dass sich ein Museum wohl besser eignet für einen Sonntag Nachmittag, wie ein leeres Stadion.
An dieser Stelle folgt nun die ausführliche Beschreibung der Stadionbesichtigung. Alle Details werden berichtet. Die Geheimnisse gelüftet. Die Fakten kommen auf den Tisch.
Nur: Ich weiss nicht, ob Ihr schon einmal an einer Stadionbesichtigung gewesen seit. Es ist grässlich. Ein Stadion erhält seinen einzigen Zweck durch die sportlichen Aktivitäten, die darin stattfinden. Ich gebe zu, schon dieser Umstand ist zu diskutieren, wie weit Sport mit Zweck vereinbar ist. Aber lassen wir das mal. Jetzt stehe ich also in diesem Stadion, vor mir liegt der grüne Rasen, die Markierung ist weiss und messerscharf. Ich sitze auf der Tribüne, doch das Spiel wird nicht beginnen. Ein Stadion ohne Spiel. Es ist ganz einfach traurig. Sinnlos. Absurd.
So schleiche ich davon. Mit der Überzeugung, dass sich ein Museum wohl besser eignet für einen Sonntag Nachmittag, wie ein leeres Stadion.
Mittwoch, 12. September 2007
begleitservice
eigentlich sollte ich blond sein. lange haare, noch länger die beine. rot geschminkte lippen und absätze an den schuhen. statt dessen bin ich unrasiert, etwas zerknittert die grüne regenjacke, abgelatschte turnschuhe und bei gino meinem coiffure war ich auch schon lange nicht mehr.
so stehe ich also am flughafen. in der hand ein erbärmliches kleines papierchen. baden masters. hoffentlich hält mich niemand für einen aargauer. wobei ich schon etwas ins grübeln kommen würde, ob ich nun lieber aargauer oder curler wäre. in dieser situation stehe ich als curlender aargauer bereit, die schweden zu begrüssen. bitte schön, zu was habe ich mich da wieder überreden lassen? ohne schwedisch, keine ahnung von curling und weit entfernt von blonden haaren und roten lippen.
eisern stehe ich da, halte mein zettelchen in die luft und warte auf die curler. ich stelle mir stämmige vierzigjährige mit bart vor. in der einen hand einen grossen, schweren koffer voller steine, in der anderen eine lange, sportblaue tasche mit den besen. vielleicht sind sie alle blond. weil es sind ja schweden. vielleicht sind sie auch schon betrunken. egal, ich warte.

wer hätte gedacht, dass Nils Carlsén und seine jungs zwanzigjährige schnösel sind. wenigstens blond, das gebe ich zu. aber verdammt, kann curling ein langweiliger, verstaubter sport sein, wenn so fröhliche, witzige und sympatische jungs davon leben?
also fahre ich die jünglinge nach baden. und ich bin froh, nicht blond zu sein. weil die schweden hätten mich bestimmt schon im auto vernascht.
so stehe ich also am flughafen. in der hand ein erbärmliches kleines papierchen. baden masters. hoffentlich hält mich niemand für einen aargauer. wobei ich schon etwas ins grübeln kommen würde, ob ich nun lieber aargauer oder curler wäre. in dieser situation stehe ich als curlender aargauer bereit, die schweden zu begrüssen. bitte schön, zu was habe ich mich da wieder überreden lassen? ohne schwedisch, keine ahnung von curling und weit entfernt von blonden haaren und roten lippen.
eisern stehe ich da, halte mein zettelchen in die luft und warte auf die curler. ich stelle mir stämmige vierzigjährige mit bart vor. in der einen hand einen grossen, schweren koffer voller steine, in der anderen eine lange, sportblaue tasche mit den besen. vielleicht sind sie alle blond. weil es sind ja schweden. vielleicht sind sie auch schon betrunken. egal, ich warte.

wer hätte gedacht, dass Nils Carlsén und seine jungs zwanzigjährige schnösel sind. wenigstens blond, das gebe ich zu. aber verdammt, kann curling ein langweiliger, verstaubter sport sein, wenn so fröhliche, witzige und sympatische jungs davon leben?
also fahre ich die jünglinge nach baden. und ich bin froh, nicht blond zu sein. weil die schweden hätten mich bestimmt schon im auto vernascht.
Dienstag, 28. August 2007
bilder
etwas tiefer. nein etwas höher. nicht so hoch. nein, doch besser tief.
passiert das eigentlich nur mir? bin ich der einzige mensch auf dieser welt, der die bilder tief hängen möchte? warum will denn sonst niemand in ein bild reinfallen, darin versinken? weshalb liebt es jederman und frau, eine steifen hals zu bekommen, weil die bilder so hoch hängen? ich weiss es nicht. doch das leben als aussenseiter ist nicht einfach. das steht fest.
wie kam es dazu? die geschichte ist schnell erzählt. winzigklein martin, mit grossen augen, vollen windeln und zappelnden beinen liegt im bettchen. mond und sterne auf der bettdecke. über ihm kreisen fröhlich summend die kleinen bienen, gelb und schwarz. lieber papi, häng die bienen tiefer, brabbelt klein martin. und papi hängt sie tiefer.
klein martin sitzt im kindergarten, auf einem holzstuhl, im kreis mit zwanzig anderen pfüdis. die kindergärtnerin erzählt eine geschichte, frederick die maus. eine wunderschöne geschichte, schaut hier, da sammeln die mäuse kleine nüsse. liebe frau kindergärtnerin, können sie das buch etwas tiefer halten? und frau kindergärtnerin hält das buch tiefer.
mittelgross martin geht in die schule. pelz am tornister, zwei farben für die schnürsenkel. der lehrer steht vor der klasse und erzählt über die eiszeit, die mammute und grosse gletscher. leise summt der hellraumprojektor mit bunten folien belegt. lieber herr lehrer, können sie den hellraumprojektor etwas tiefer einstellen? und herr lehrer stellt den hellraumprojektor tiefer.
gross martin fläzt sich ins schoggibraune sofa und blickt stolz auf die bilder an der wand. aus den schwarzen braun boxen, die braun heissen, schwarz sind und heiss klingen, rieselt vergnügliche britpop musik. mit hammer, nagel, wasserwage, messband, bleistift und senkblei ausgerüstet steht cristina bereit; das bild an die wand drückend mit fragendem blick in richtung schoggisofa. zwischen zwei gummibärchen, grün und weiss, formuliere ich meinen wunsch. liebe cristina, kannst du das bild etwas tiefer hängen? und cristina weigert sich.
was sagt uns diese geschichte? wohl nicht viel. vielleicht: hänge deine bilder heimlich in der nacht ganz selber und eigenhändig auf.
in zukunft stelle ich die bilder einfach auf den boden.
passiert das eigentlich nur mir? bin ich der einzige mensch auf dieser welt, der die bilder tief hängen möchte? warum will denn sonst niemand in ein bild reinfallen, darin versinken? weshalb liebt es jederman und frau, eine steifen hals zu bekommen, weil die bilder so hoch hängen? ich weiss es nicht. doch das leben als aussenseiter ist nicht einfach. das steht fest.
wie kam es dazu? die geschichte ist schnell erzählt. winzigklein martin, mit grossen augen, vollen windeln und zappelnden beinen liegt im bettchen. mond und sterne auf der bettdecke. über ihm kreisen fröhlich summend die kleinen bienen, gelb und schwarz. lieber papi, häng die bienen tiefer, brabbelt klein martin. und papi hängt sie tiefer.
klein martin sitzt im kindergarten, auf einem holzstuhl, im kreis mit zwanzig anderen pfüdis. die kindergärtnerin erzählt eine geschichte, frederick die maus. eine wunderschöne geschichte, schaut hier, da sammeln die mäuse kleine nüsse. liebe frau kindergärtnerin, können sie das buch etwas tiefer halten? und frau kindergärtnerin hält das buch tiefer.
mittelgross martin geht in die schule. pelz am tornister, zwei farben für die schnürsenkel. der lehrer steht vor der klasse und erzählt über die eiszeit, die mammute und grosse gletscher. leise summt der hellraumprojektor mit bunten folien belegt. lieber herr lehrer, können sie den hellraumprojektor etwas tiefer einstellen? und herr lehrer stellt den hellraumprojektor tiefer.
gross martin fläzt sich ins schoggibraune sofa und blickt stolz auf die bilder an der wand. aus den schwarzen braun boxen, die braun heissen, schwarz sind und heiss klingen, rieselt vergnügliche britpop musik. mit hammer, nagel, wasserwage, messband, bleistift und senkblei ausgerüstet steht cristina bereit; das bild an die wand drückend mit fragendem blick in richtung schoggisofa. zwischen zwei gummibärchen, grün und weiss, formuliere ich meinen wunsch. liebe cristina, kannst du das bild etwas tiefer hängen? und cristina weigert sich.
was sagt uns diese geschichte? wohl nicht viel. vielleicht: hänge deine bilder heimlich in der nacht ganz selber und eigenhändig auf.
in zukunft stelle ich die bilder einfach auf den boden.
Donnerstag, 23. August 2007
schrecklichgrässlich
es ist ganz schlimm. ojeoje. ganz schlimm. ich kann nicht mehr schlafen, weine im stillen, manchmal auch im lauten. es macht mir bauchschmerzen und halsweh krieg ich auch. nein halt, das mit dem halsweh ist eine andere geschichte. aber trotzdem, es ist schlimm.
schnell erzählt, ohne emotionen, war es so: brief getippt, schön. couvert mit sichtfenster, aber ohne absender. also rein in den drucker. und nicht wieder raus. tja, und jetzt ist es immer noch dort, das blöde couvert. zumindest teile davon. aber was nützen couvertteile in einem drucker? richtig, absolut nichts.
das schöne an der geschichte. ich durfte heute morgen mit einem computer telefonieren. was dann doch sehr speziell ist. mit spracherkennung, einer freundlichen, tiefen und sehr maskulinen männerstimme (gibt es maskuline frauenstimmen?) und wunderbar langen wegen zum erhofften ziel. das ging bei mir so weit, dass ich mich am ende bei der stimme entschuldigte, wenn sie etwas nicht verstanden hatte. worauf die stimme dann wieder verwundert war, und das entschuldigen nicht einordnen konnte. bis ich bei einem echten menschen landete. der hatte aber nicht eine so schöne stimme und ich wünschte mir den computermann zurück. und jetzt kann ich nicht mehr schlafen.
danke xerox.
schnell erzählt, ohne emotionen, war es so: brief getippt, schön. couvert mit sichtfenster, aber ohne absender. also rein in den drucker. und nicht wieder raus. tja, und jetzt ist es immer noch dort, das blöde couvert. zumindest teile davon. aber was nützen couvertteile in einem drucker? richtig, absolut nichts.
das schöne an der geschichte. ich durfte heute morgen mit einem computer telefonieren. was dann doch sehr speziell ist. mit spracherkennung, einer freundlichen, tiefen und sehr maskulinen männerstimme (gibt es maskuline frauenstimmen?) und wunderbar langen wegen zum erhofften ziel. das ging bei mir so weit, dass ich mich am ende bei der stimme entschuldigte, wenn sie etwas nicht verstanden hatte. worauf die stimme dann wieder verwundert war, und das entschuldigen nicht einordnen konnte. bis ich bei einem echten menschen landete. der hatte aber nicht eine so schöne stimme und ich wünschte mir den computermann zurück. und jetzt kann ich nicht mehr schlafen.
danke xerox.
Donnerstag, 16. August 2007
das beste
heute hab ich beim lesen von raphaelas blog eine best of LA liste gelesen. mit der aufforderung, eine solche für zürich zu erstellen. gute idee, hab ich mir da gesagt. und weil das alleine keinen spass macht, lasse ich euch mitdenken. hier mein anfang:
abteilung essen:
pizza: rosso (hardbrücke)
espresso: schwarzenbach (dörfli)
china: mein mann in höngg (vor dem coop zwielplatz)
mittagessen: kantine dreieck (dreieck)
alleine mittagessen: jelmoli (bahnhofstrasse, unterer stock)
abteilung kaufen:
mac und apple: tomac
bücher: sec52
cd's hören: jecklin (sihlporte)
kleider: ted baker (ach nein, den gibt es ja leider nicht mehr!)
abteilung ausgang und freizeit:
touristen anschauen: bahnhofstrasse
boule spielen: rieterpark (enge)
abteilung schönheit:
coiffure: gino (oerlikon)
so, dann hoffe ich jetzt auf eure kommentare, damit ich die liste ergänzen kann
abteilung essen:
pizza: rosso (hardbrücke)
espresso: schwarzenbach (dörfli)
china: mein mann in höngg (vor dem coop zwielplatz)
mittagessen: kantine dreieck (dreieck)
alleine mittagessen: jelmoli (bahnhofstrasse, unterer stock)
abteilung kaufen:
mac und apple: tomac
bücher: sec52
cd's hören: jecklin (sihlporte)
kleider: ted baker (ach nein, den gibt es ja leider nicht mehr!)
abteilung ausgang und freizeit:
touristen anschauen: bahnhofstrasse
boule spielen: rieterpark (enge)
abteilung schönheit:
coiffure: gino (oerlikon)
so, dann hoffe ich jetzt auf eure kommentare, damit ich die liste ergänzen kann
Mittwoch, 8. August 2007
ist er nun gut oder schlecht?
tropf, tropf, tropf. dann wieder prassel, sträz und wusch. heute den ganzen tag. gemeint ist der regen. es gibt ja rege diskussionen, wann regen nun tröpfelt, nieselt, schüttet, sträzt oder prasselt. da sind die empfindungen sehr unterschiedlich. auch in der bewertung, habe ich festgestellt. sicher, alle empfinden ihn mal als scheissregen. aber die einen tun das fast immer, die anderen meistens nicht. was sagt uns das über die menschen, die das denken? vermutlich nichts, aber das ist egal. jetzt versuche ich auf den punkt zu kommen. oder mir einen zu überlegen. also gut, ich geb's zu, ich habe mir vorgängig nicht überlegt, was ich über den regen schreiben will. das war vielleicht ein fehler. aber der regen, der fällt ja auch einfach so. der überlegt sich vorgängig nicht, ob er jetzt fallen soll. so ist das bei mir auch. ich überlege selten vorgängig. was dann natürlich bedingt, dass es vielleicht dann heisst scheissblog. mit dem muss ich leben. also, wo war ich stehen geblieben. ach ja der regen. also, ich mag den eigentlich noch. obwohl am morgen das eklig ist, wenn man schlaftrunken aus dem haus stürchelt und vom fallenden nass empfangen wird. dann also nicht (wobei, man wird unweigerlich wach, was ja auch sein gutes hat). wann also dann? ach ja, zum beispiel ein heisser sommertag. wirklich heiss, viel schwitz, vielleicht sogar ein bisschen sonnenbrand. und dann knall bum und blitz. das wasser sträzt. herrlich. und dann riecht es wunderbar nach nassem asphalt, wiese und tropfenden haaren. irgendwo habe ich mal gelesen, weshalb der asphalt riecht. aber ich habs vergessen. das war also die geschichte zum regen. heute musste er nichts abkühlen (oder dann habe ich es nicht gesehen). gestört hat er trotzdem nicht.
tropf platsch prassel
tropf platsch prassel
Dienstag, 7. August 2007
ein altes lied von marswunder
ohne sinn steht er da
leer die augen, geschlossen der mund
er will nichts verändern
mit dem jetzt unzufrieden
in seinem kopf will nichts entsteh'n
doch an manchen tagen hört auch er die vögel
vergisst er, wer er ist
das leben ist kurz
licht im dunkeln, kein strom und kein oel
verborgen im kerker der welt
viele fragen, im grunde banal
die lust auf antwort verloren
doch an manchen tagen sieht auch er die kinder
vergisst er, wer er ist
das leben ist kurz
Ende 1997
leer die augen, geschlossen der mund
er will nichts verändern
mit dem jetzt unzufrieden
in seinem kopf will nichts entsteh'n
doch an manchen tagen hört auch er die vögel
vergisst er, wer er ist
das leben ist kurz
licht im dunkeln, kein strom und kein oel
verborgen im kerker der welt
viele fragen, im grunde banal
die lust auf antwort verloren
doch an manchen tagen sieht auch er die kinder
vergisst er, wer er ist
das leben ist kurz
Ende 1997
Montag, 6. August 2007
schreiben
es ist fast so, wie erwachsen zu sein. oder gross. oder richtig. es hat sich also richtig gross angefühlt, so erwachsen zu sein. das unterfangen war ja auch gewaltig. nämlich schreiben.
oh wirklich, schreiben sagst du? das werdet ihr jetzt denken. und ihr denkt es zurecht. schreiben, ja eine grosse sache. etwas für richtige männer. da braucht es muskeln und gribs in der birne.
ich setze mich also hin, klappe das weiss leuchtende ibook auf und tippe. mal wild, mal sachte, mal schnell und meistens ganz langsam. seite um seite. bis sie steht. sie, die diplomarbeit.
ach so, nur eine diplomarbeit! das werdet ihr jetzt denken (es ist erstaunlich, wie viel ihr hier in diesem blog denken müsst). aber ich sage, moment mal freunde, das ist nicht nur eine diplomarbeit, das ist eine wahnsinnige geschichte. das ist schweiss, das ist nervenkitzel, das ist leben. aber ich sehe schon, mit einer diplomarbeit kann ich nicht punkten. schade, ich dachte es mache mich unheimlich interessant.
um die geschichte noch zu ende zu erzählen: ich sitze also in der lenzerheide. übrigns ein schönes flecklein, dieser heidsee. die lenzerheide selber ist ein hässliches dörfchen. aber der see, wunderbar. also, ich sitze und schreibe meine diplomarbeit. das heisst, zuerst spatziere ich einmal um den see. links herum. dann gibt es rustico-gipfel vom sebregondi. dann schreiben. ein zweiter spatziergang. dieses mal rechts rum. spaghetti und kaffee. denken, schreiben lesen. dann ganz wichtig, um 1725 uhr eine abgedrehte fernsehserie schauen. überhaupt, das mit dem fernseher war so ein problem. aber das ist eine andere geschichte. noch ein rundgang, schon wieder spaghetti (ich kann die dinger nicht mehr sehen!) und noch eine stunde tippen. das wars. zwei wochen lang. und jetzt steht sie, die arbeit.
ihr müsst mir jetzt nicht gratulieren. es ist nicht nötig zu jubeln. zu viel applaus lässt mich nur überheblich werden. aber ich sag euch was, wenn ich ein buch geschrieben habe, dann dürft ihr klatschen. bis dahin vergehen wohl noch hundertachtundzwanzig jahre.
aber das ist egal.
oh wirklich, schreiben sagst du? das werdet ihr jetzt denken. und ihr denkt es zurecht. schreiben, ja eine grosse sache. etwas für richtige männer. da braucht es muskeln und gribs in der birne.
ich setze mich also hin, klappe das weiss leuchtende ibook auf und tippe. mal wild, mal sachte, mal schnell und meistens ganz langsam. seite um seite. bis sie steht. sie, die diplomarbeit.
ach so, nur eine diplomarbeit! das werdet ihr jetzt denken (es ist erstaunlich, wie viel ihr hier in diesem blog denken müsst). aber ich sage, moment mal freunde, das ist nicht nur eine diplomarbeit, das ist eine wahnsinnige geschichte. das ist schweiss, das ist nervenkitzel, das ist leben. aber ich sehe schon, mit einer diplomarbeit kann ich nicht punkten. schade, ich dachte es mache mich unheimlich interessant.
um die geschichte noch zu ende zu erzählen: ich sitze also in der lenzerheide. übrigns ein schönes flecklein, dieser heidsee. die lenzerheide selber ist ein hässliches dörfchen. aber der see, wunderbar. also, ich sitze und schreibe meine diplomarbeit. das heisst, zuerst spatziere ich einmal um den see. links herum. dann gibt es rustico-gipfel vom sebregondi. dann schreiben. ein zweiter spatziergang. dieses mal rechts rum. spaghetti und kaffee. denken, schreiben lesen. dann ganz wichtig, um 1725 uhr eine abgedrehte fernsehserie schauen. überhaupt, das mit dem fernseher war so ein problem. aber das ist eine andere geschichte. noch ein rundgang, schon wieder spaghetti (ich kann die dinger nicht mehr sehen!) und noch eine stunde tippen. das wars. zwei wochen lang. und jetzt steht sie, die arbeit.
ihr müsst mir jetzt nicht gratulieren. es ist nicht nötig zu jubeln. zu viel applaus lässt mich nur überheblich werden. aber ich sag euch was, wenn ich ein buch geschrieben habe, dann dürft ihr klatschen. bis dahin vergehen wohl noch hundertachtundzwanzig jahre.
aber das ist egal.
Montag, 16. Juli 2007
sonntag und montag
eine seltsame konstruktion, dieser sonntag. erholung auf knopfdruck. aha sonntag, ja gut, dann erhole ich mich jetzt mal. schön sachte, immer mit der überlegung, ob mich dies jetzt erholt. und am ende war's dann doch nix. dann ist montag. und ich habe das gefühl, dass ich mich gerade heute verdammt gut erholen könnte. vielleicht sollte man die beiden tage einfach mal austauschen. oder auch nur umbenennen. ja das wär doch stark, der montag heisst jetzt einfach sonntag. heute ist sonntag und ich sitze im büro. klingt doch ausgezeichnet. es ist dann gleich weniger dunkel, weniger betrüblich, weniger bleierne müdigkeit. den alten sonntag nenne ich dann ganz einfach nulltag. am nulltag darf man tun, was man will, damit man am sonntag wieder richtig bei den leuten ist.
so einfach können rezepte sein. herrlich.
so einfach können rezepte sein. herrlich.
Freitag, 13. Juli 2007
winterthur
jetzt weiss ich es wieder, weshalb ich winterthur so seltsam finde. heute morgen habe ich zeitung gelesen und da stand es. und zwar: "ein 33-jähriger winterthurer und eine 49-jährige frau haben am donnerstagmittag auf ware im untergeschoss eines brockenhauses in winterthur uriniert. die beiden wurden noch im geschäft gestellt und mussten die sauerei aufputzen."
ja das wirft fragen auf. war es ein sofa? oder ein perserteppich? was war das genau für ein geschäft, bei welchem sie gestellt wurden? will ich das wirklich wissen? mussten sie das sofa dann mit nach hause nehmen? was ist wohl mit meinen beiden alten sesseln im büro schon alles passiert?
die welt ist schon verrückt, oder nicht? gibt es irgendeine erklärung, warum man auf die idee kommt, auf brockenhausmöbel zu pissen? auf alle fälle werde ich winterthur weiterhin meiden. aus gutem grund, wie mir scheint.
ja das wirft fragen auf. war es ein sofa? oder ein perserteppich? was war das genau für ein geschäft, bei welchem sie gestellt wurden? will ich das wirklich wissen? mussten sie das sofa dann mit nach hause nehmen? was ist wohl mit meinen beiden alten sesseln im büro schon alles passiert?
die welt ist schon verrückt, oder nicht? gibt es irgendeine erklärung, warum man auf die idee kommt, auf brockenhausmöbel zu pissen? auf alle fälle werde ich winterthur weiterhin meiden. aus gutem grund, wie mir scheint.
Freitag, 6. Juli 2007
hammer
musste schmunzeln, als ich fröhlich die gartenhofstrasse entlang spazierte. da traf ich doch tatsächlich auf den guten alten hammer. lange ist es her, seit MC hammer mit seinen riesigen hosen auf der hiphop bühne tanzte. u can't touch this, ich hab's noch in den ohren. also stehe ich vor der roten mc hammer tafel und überlege mir, ob ich jetzt nicht einen hammertanz hinlegen soll. klar, meine hosen sind zu wenig weit, aber immerhin trage ich eine brille. und war da nicht noch etwas mit einer tv-serie, in welcher der hammer durch tanzen die bösen verbrecher bekämpfte? ist es gar kein zufall, dass dieses stopschild neben einer polizeistation ist? ganz klar, hammer ist zurück, das gute wird siegen, die welt wird gerettet, wir brauchen keinen spiderman. wir haben hammer. was mich jetzt gerade auch noch beschäftigt ist, wie das jetzt genau mit dem stop ist. schreibe ich jetzt stop oder stopp? und gibt es einen online-duden, wo man das nachschlagen könnte? ich weiss es nicht, werds aber herausfinden. und dann erzähle ich es euch.
Donnerstag, 5. Juli 2007
ferien hin und zurück
ferien, das ist eine wunderbare sache. denkt man. aber vorsicht, da gibt es ein problem. nämlich das zurück.
unbestritten, in die ferien hin ist befreiend, schön, begehrlich, ausgezeichnet. das durfte ich gerade wieder in meinen letzten ferien erleben (nein, ich sage nicht, wo ich war; das bleibt ein geheimniss. nur soviel: es war in einem anderen land, hatte sonneschein, man musste nichts tun, es gab gutes essen, es war eine amüsante umgebung und man konnte angeregte gespräche führen.). was für einen grund sollte es geben, diese ferien zu beenden. genau so könnte das leben sein. aber man geht zurück. heim in die alte welt.
warum tut man das? warum bleibt man nicht in den ferien? selbstverständlich, man sollte arbeiten und geld verdienen, damit die nächsten schönen ferien wieder platz haben. aber ist dies der einzige grund. gibt es da nicht noch mehr? vielleicht sind die ferien ja so schön, weil sie ferien sind. und eben nicht alltag. und gerade deshalb anders. vielleicht. aber vielleicht ist es wirklich nur das geld verdienen.
da fällt mir ein seltsames bild ein, welches in einem restaurant an der wand hing. da stand "in der zeit, in der wir einen sinn im leben suchen, sollten wir dem leben einen sinn geben". an diesem abend fand ich den spruch ziemlich dämlich und abgedroschen. heute sitze ich da und schreibe genau die gleiche kacke. wo liegt der sinn von ferien? so eine bescheuerte frage. wisst ihr was ich jetzt tue? ich kümmere mich gleich um meine nächsten ferien. so mache ich das.
gruss MW
unbestritten, in die ferien hin ist befreiend, schön, begehrlich, ausgezeichnet. das durfte ich gerade wieder in meinen letzten ferien erleben (nein, ich sage nicht, wo ich war; das bleibt ein geheimniss. nur soviel: es war in einem anderen land, hatte sonneschein, man musste nichts tun, es gab gutes essen, es war eine amüsante umgebung und man konnte angeregte gespräche führen.). was für einen grund sollte es geben, diese ferien zu beenden. genau so könnte das leben sein. aber man geht zurück. heim in die alte welt.
warum tut man das? warum bleibt man nicht in den ferien? selbstverständlich, man sollte arbeiten und geld verdienen, damit die nächsten schönen ferien wieder platz haben. aber ist dies der einzige grund. gibt es da nicht noch mehr? vielleicht sind die ferien ja so schön, weil sie ferien sind. und eben nicht alltag. und gerade deshalb anders. vielleicht. aber vielleicht ist es wirklich nur das geld verdienen.
da fällt mir ein seltsames bild ein, welches in einem restaurant an der wand hing. da stand "in der zeit, in der wir einen sinn im leben suchen, sollten wir dem leben einen sinn geben". an diesem abend fand ich den spruch ziemlich dämlich und abgedroschen. heute sitze ich da und schreibe genau die gleiche kacke. wo liegt der sinn von ferien? so eine bescheuerte frage. wisst ihr was ich jetzt tue? ich kümmere mich gleich um meine nächsten ferien. so mache ich das.
gruss MW
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